Viernheim

Neujahrsrundgang Sozialdemokraten suchen Gespräch mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung / Wirtschaftsförderer zieht Bilanz

Hallenschließung fordert mehrere Ämter

Archivartikel

Viernheim.Bei ihrem traditionellen Neujahrsrundgang durch das Rathaus warfen die Sozialdemokraten auch einen Blick in die ehemaligen Räume der Polizei. „Nachdem der Boden intensiv gereinigt worden ist, sieht er aus wie neu“, betonte Bürgermeister Matthias Baaß. Größere Umbaumaßnahmen mussten im Anbau des Verwaltungsgebäudes nicht vorgenommen werden, bevor die Mitarbeiter des Amtes für Kultur und Sport, der Wirtschaftsförderung und die Gleichstellungsbeauftragte ihre Büros beziehen konnten.

Am Montagvormittag gab es für die Mitglieder des SPD-Ortsvereins und der Fraktion viele Informationen aus erster Hand. Zunächst berichtete Reiner Schneider vom Bauverwaltungs- und Liegenschaftamt über den aktuellen Stand der wegen Sicherheitsbedenken seit einigen Wochen geschlossenen Rudolf-Harbig-Halle. „Selbst die Experten sind sich noch nicht im Klaren, was für die Spannungen in der Deckenkonstruktion gesorgt hat. Drei Statikbüros haben sich zuletzt damit befasst und die Materialgüte begutachtet. Nachdem die Ergebnisse vorliegen, werden gerade die weiteren Maßnahmen geprüft“, berichtete der Amtsleiter. Wann mit den Arbeiten begonnen wird, wie lange sie dauern und wie hoch die Kosten sind, konnte Reiner Schneider nicht sagen: „Das wären reine Spekulationen.“

Die Auswirkungen der Hallenschließung machen sich auch beim Kultur- und Sportamt bemerkbar. „Das hat uns zusätzliche Arbeit beschert, und ausgerechnet jetzt fehlen uns zwei Mitarbeiter, die auf andere Stellen gewechselt haben“, erklärte Amtsleiter Stephan Schneider. Zuletzt mussten Trainingseinheiten und Wettkämpfe in andere Hallen, auch in umliegenden Kommunen, verlegt werden.

Vereine helfen mit

Erschwerend hinzu kommt, dass die Waldsporthalle – die zuletzt als Ausweichquartier diente – ab sofort ebenso wegen Baumaßnahmen geschlossen ist. Immerhin steht die Sporthalle der Albertus-Magnus-Schule nach Ferienende wieder zur Verfügung. „Die Vereine waren mit der Situation nicht glücklich, haben aber konstruktiv mitgeholfen, um den Sportbetrieb aufrechtzuerhalten“, so Schneider. Demnächst werde die personelle Lücke wieder geschlossen, was angesichts der bevorstehenden Aufgaben wie Citylauf, Stadtfest, Partnerschaftsbegegnungen, Albert-Schweitzer-Turnier und Optimierung des Sportentwicklungsplans dringend notwendig sei. Die Gleichstellungsbeauftragte Maria Lauxen-Ulbrich will den 30. Geburtstag des einstigen Frauenbüros gebührend feiern. „Wir haben gleich mehrere Veranstaltungen geplant. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung ,Mütter des Grundgesetzes’, die in mehreren Einrichtungen der Stadt zu sehen sein wird. Im Fokus steht aber auch die häusliche Gewalt gegen Frauen.“

An einer Wand seines Büros hatte Alexander Schwarz Veranstaltungsplakate des vergangenen Jahres aufgehängt, um die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung zu dokumentieren. Beispielhaft nannte er Sommerbühne, verkaufsoffene Sonntage, Winzerfrühstück, Nikolausstiefelaktion, den lebendigen Adventskalender, Glühweinfest, das Weihnachtsgewinnspiel und die Weiße Nacht. Hinzu kommen laut Schwarz die Unterstützung bei Firmengründungen und die Jobbörse, die am 7. Februar im Rhein-Neckar-Zentrum stattfindet. JR

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