Viernheim

Hauptversammlung Hospizverein ehrt Dorothee Gassenferth für langjähriges Engagement

Hilfe auf letztem Weg

Viernheim.Bei der Mitgliederversammlung des Viernheimer Hospizvereins im evangelischen Gemeindezentrum blickte die Vorsitzende Jutta Behrendt auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Gleich nach der Wahl von Pfarrer Klaus Traxler zum Versammlungsleiter erteilte er Behrendt für ihren Rechenschaftsbericht das Wort. 2018 wurden nicht nur die Homepage überarbeitet und ein neues Logo entworfen, sondern auch die Vorgaben der europäischen Datenschutz-Grundverordnung umgesetzt.

Der Schwerpunkt war aber selbstverständlich die ambulante Begleitung unheilbar Kranker auf ihrem letzten Lebensweg. Begleiteten die beiden Palliativfachkräfte und die 28 ehrenamtlichen Betreuer im Jahr 2017 noch 83 Menschen, so waren es im Jahr 2018 schon 108. In den ersten vier Monaten des Jahres 2019 gab es bereits 30 Begleitungen. Einzelheiten hierzu nannte Palliativschwester Sabine Engelmann in ihrem Bericht.

Im Mai 2018 gab es eine Fortbildung zum Thema „Nähe und Distanz“, bei der es um Selbstschutz in Betreuungssituationen ging. Viele der ehrenamtlichen Helfer nahmen daran teil. Anfang Mai 2019 gab es eine Fortbildung zum Thema „basale Stimulation“, eine Methode der Kontaktaufnahme bei nicht ansprechbaren Patienten. In Zukunft sollen mehr ehrenamtliche Begleiter geschult werden, um eine Überalterung des Helferteams zu vermeiden. So fand 2018 ein Kurs mit fünf Teilnehmern statt, während zurzeit sogar ein Kurs mit 14 Freiwilligen läuft.

Steigende Zuwendungen

Zwei Erbschaften und zwei größere Spenden der Sparkasse Starkenburg und der Volksbank sorgten laut Behrendt für steigende Zuwendungen. Nachdem der detaillierte Bericht der Schatzmeisterin Andrea Hafner und der Kassenprüfer positiv ausgefallen war, stand der einstimmigen Entlastung des Vorstandes nichts mehr im Wege. Nach dem Rücktritt von Dorothee Gassenferth vom Amt der Zweiten Vorsitzenden stand die Neuwahl ihrer Nachfolgerin an. Behrendt erklärte, dass hierfür mit Monika Schmid vom Transplantationszentrum Heidelberg eine echte Fachfrau gewonnen werden konnte. Nach ihrer einstimmigen Wahl berichtete Schmid, dass der Hospizverein ihren Ehemann auf dessen letztem Weg begleitet hatte und sie durch ihr Engagement dem Verein etwas zurückgeben wolle.

Dorothee Gassenferth wurde für ihre großen Verdienste, unter anderem ihre langjährige Arbeit als Palliativschwester und Koordinatorin, geehrt. Als ihre Nachfolgerin in dieser Funktion stellte sich Claudia Möller vor. Resümierend stellte Behrendt fest, dass 2018 von den 288 Mitgliedern viel geleistet wurde und die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs Vorrang habe: „Business as usual ist mein Traum, Visionen kommen später.“

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