Viernheim

Rathaus Stadt und Kooperationspartner eröffnen Büro für Neuzugezogene / Lenkungsgruppe Integration gibt Anstoß

Hilfe in vielfältigen Angelegenheiten

Archivartikel

Viernheim.Im Rathaus gibt es ab Montag, 4. November, ein zusätzliches Angebot: Im fünften Stock eröffnet das Büro für Neuzugezogene. Wer nach Viernheim zieht, findet hier eine zentrale Anlaufstelle für alle Anliegen. „Wir ziehen schon lange alle an einem Strang, jetzt auch an einem Ort“, freut sich Bürgermeister Matthias Baaß, dass das Büro von Mitarbeitern der Verwaltung und von Kooperationspartnern besetzt sein wird.

Die entsprechende Vereinbarung unterzeichnen die Vertreter: Neben Bürgermeister Matthias Baaß sind dies Brigitta Eckert (Geschäftsführerin des Vereins Lernmobil), Cornelia Tigges-Schwering (Dienststellenleitung Migrationsdienst des Caritasverbandes), Kai Jugenheimer (Regionalvorstand der Johanniter Bergstraße-Pfalz) und Werner Adolf vom Verwaltungsrat der Pfarrei St. Hildegard-St. Michael.

Zentrale Anlaufstelle

Menschen, die ihren Wohnsitz in Viernheim anmelden, bekommen im Bürgerbüro künftig nicht nur die entsprechende Broschüre, sondern auch den Hinweis auf das Büro für Neuzugezogene. Rat, Hilfe und Unterstützung gibt es entweder von den Mitarbeitern der Stadtverwaltung für allgemeine Anliegen in Viernheim oder den Spezialisten der Partner. „Zuwanderung gehört in Viernheim dazu“, nennt Bürgermeister Baaß einen Grund für die Einrichtung des Büros und ergänzt: „Jedes Jahr ziehen etwa 1800 Neubürger in unsere Stadt, 1800 Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft.“

Die Stadt Viernheim wolle das Zusammenleben ihrer mehr als 34 000 Einwohner aktiv gestalten. „Und Viernheim macht dies seit Jahren freiwillig“, betont der Bürgermeister. Die Verwaltung könne dabei auf die Zusammenarbeit vieler Partner setzen. „Und dieser Zusammenarbeit ist die Idee für das Büro für Neuzugezogene entsprungen“, sagt Baaß abschließend. Die Kooperationspartner waren sich daher auch alle einig, dass eine zentrale Anlaufstelle sinnvoll ist. Mit der Initiative „Ich bin ein Viernheimer“ hatte die Pfarrei St. Hildegard-St. Michael vor mehr als vier Jahren die Basis für die Zusammenarbeit geschaffen, aus der die Lenkungsgruppe Integration entstanden ist. „Es gibt so viele unterschiedliche Handlungsfelder“, sagt Herbert Kohl, „und es ist positiv, wenn alle zusammen anzutreffen sind“.

Diese Kooperationen seien die Stärke der Gemeinde, meint Cornelia Tigges-Schwering: „Viernheim steht stark für Vernetzung.“ Brigitta Eckert vom Lernmobil findet nicht nur, dass man Kräfte bündeln und Ressourcen sparen könne, sondern auch: „Die Bedürfnisse von Zugezogenen sind ganz unterschiedlich. Mit dem zentralen Büro kann man schnell agieren und reagieren.“ su

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