Viernheim

Bildung I Für 336 Abc-Schützen beginnt der Unterricht / Zweitklässler singen und tanzen zur Begrüßung / Luftballons steigen in den Himmel

„Hip, hop – Schule ist top!“

Viernheim.„Ich bin Fiona und bin Fallschirmspringerin“, liest das Mädchen vor. „Ich bin Oskar und trainiere für die Olympischen Spiele“, meint der Junge. Und als der nächste verkündet „Ich bin Paul und fahre einen Porsche“, merken die Eltern: Die Zweitklässler der Schillerschule stellen gar nicht sich, sondern auf eine lustige Art und Weise das Alphabet vor. Zum Beweis heben sie alle die Schilder mit ihren Buchstaben hoch.

In den vier Viernheimer Grundschulen werden am Dienstag die Schulanfänger bei einer Einschulungsfeier begrüßt. Für 336 Viernheimer Kinder beginnt damit der nächste Lebensabschnitt. Die Kindergartenzeit ist vorbei, nun geht es in die Schule. Viele Mädchen und Jungen können den Tag kaum erwarten und stürmen mit ihrem neuen Ranzen in das Schulgebäude. Andere sind da nicht so forsch, bleiben lieber so lange wie möglich an der Hand der Mama und verdrücken ein paar Tränchen.

Pinguinklasse tritt auf

Spätestens, als das Programm auf der Bühne losgeht oder die Klassen zur ersten Schulstunde aufgerufen werden, sind wohl alle Erstklässler gleich aufgeregt. Die abwechslungsreichen Einschulungsfeiern an den Grundschulen werden meistens von den zweiten Klassen gestaltet – wie an der Schillerschule, wo neben dem speziellen Abc auch noch der Rap der Pinguinklasse vorgetragen wird. 71 neue Schüler, 58 Kinder in drei Klassen und 13 Schüler in der Vorklasse, lernen nach der Begrüßung von Schulleiterin Stefanie Brand auch gleich den „Schillerschulsong“: „Für dich, für mich und für die Natur, das ist ja wohl sonnenklar, die Schillerschule pur!“

„Ihr seid die Neuen hier“, begrüßen die Zweitklässler der Goetheschule die „Kleinen“ ganz lässig. Sie versprechen: „Heute seid ihr noch mit euren Eltern da, aber bald kommt ihr allein, ist doch klar.“ Schulleiterin Stefanie Grimm freut sich über 60 Erstklässler, die mit den drei Klassenlehrern auch direkt zur ersten Schulstunde gehen.

Die ersten Klassen der Nibelungenschule treffen sich in der Turnhalle, für die Feier hat man die 93 neuen Schüler mit Eltern, Verwandten und Freunden in zwei Gruppen aufgeteilt. „Hip, hop, Schule ist top, lernen, lachen, tolle Sachen machen!“ Zu den tollen Sachen gehört auch der traditionelle Luftballonwettbewerb des Fördervereins. Als die Erstklässler nach ihrer kurzen Unterrichtsstunde wieder in den Schulhof kommen, halten die Eltern schon die bunten Ballons in der Hand. Schulleiterin Anke Hofmann zählt den Countdown runter. „Drei, zwei, eins – los“, und schon lassen alle Erstklässler ihre Ballons in den Himmel steigen.

In der Friedrich-Fröbel-Schule fällt die Begrüßung für den Schulleiter noch etwas zaghaft aus: „Moin, moin“, erwidern die 110 Schüler der ersten Klassen, der Vorklasse und der Intensivklasse nur zögerlich den Gruß von Markus Taube. Der hat für die Abc-Schützen eine spezielle Schultüte gepackt – mit Süßigkeiten, die bittere Stunden versüßen sollen, mit Farben für einen bunten Schulalltag, mit einem Teddy als gutem Freund, mit Schuhen, die den Weg in die Schule finden sollen, und mit einem Radiergummi, der dafür steht, dass man immer wieder neu anfangen kann.

Riesige Schultüten

Schultüten haben die Erstklässler natürlich auch dabei, manchmal sind sie fast so groß wie der Abc-Schütze selbst. Die Tüten sind vor allem bunt, ob selbst gebastelt oder fertig gekauft. Darauf sind Ninja-Kämpfer, Piraten und vor allem Fußballmotive zu sehen, dazu Einhörner, Schmetterlinge, Pferde oder Delfine.

Manche Tüten haben gar nicht die klassische spitze Form, da sind die Geschenke in einem Dinosaurier oder einer Meerjungfrau verpackt. Und zu Hause folgt die wichtigste Aufgabe des ersten Schultags: die Tüte auspacken.

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