Viernheim

Handball Mitglieder ziehen in der Abteilungsversammlung des TSV Amicitia Bilanz

Höhere Beiträge beschlossen

Archivartikel

VIERNHEIM.Einstimmig beschlossen die Mitglieder der Handballabteilung des TSV Amicitia bei ihrer Jahreshauptversammlung eine Beitragserhöhung. „Die Kosten steigen in allen Bereichen“, erklärte Abteilungsleiter Ralf Schaal. Die Anhebung sei notwendig, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können.

Die aktiven Sportler des Vereins bis 18 Jahre zahlen künftig neun Euro im Quartal (bisher 5,50 Euro) und Erwachsene 18 Euro (bisher zwölf Euro). „Wenn man das herunterrechnet auf Trainingseinheiten sind es Centbeträge, um die erhöht wird“, sagte Schaal. Für passive Mitglieder gibt es keinen Abteilungsbeitrag, dagegen soll geprüft werden, inwieweit Familien mit mehreren aktiven Handballern einen ermäßigten Beitrag zahlen können. Die Abteilungsleitung wird nun festlegen, ab welchem Datum die höheren Beiträge greifen. Die Mitglieder sollen rechtzeitig über die neuen Beitragssätze informiert werden.

Ralf Schaal, der bereits seit 15 Jahren an der Spitze der Handballer steht, hatte die Versammlung eröffnet. „Es liegt einiges an Arbeit vor uns, um den Handball in Viernheim in bisheriger Form zu bewahren und an einigen Stellen weiter zu entwickeln“, teilte er mit. Im sportlichen Bereich, aber auch bei geselligen Veranstaltungen ist die Abteilung aktiv. Das gilt aber auch für den Foyeranbau an der Rudolf-Harbig-Halle. Dabei hofft der Abteilungsleiter auf viele Helfer. „Die Abteilung Handball des TSV Amicitia steht in der Viernheimer Bevölkerung für eine funktionierende Vereinsarbeit“, lautete Schaals Fazit.

Die einzelnen Mannschaften gaben ihren Bericht, insbesondere zur gerade abgelaufenen Saison 2017/2018, ab. Wolfgang Koob erinnerte daran, dass die Herren 1 nach einem Jahr in der Oberliga direkt wieder absteigen mussten. „Wir waren im Angriff die fünftbeste Mannschaft, hatten allerdings mit 953 Gegentreffern die schlechteste Abwehr der Liga“, sagte Koob. Vor allem damit sei der letzte Tabellenplatz zu erklären. „Die Baden-Württemberg-Oberliga hat uns finanziell nicht in den Ruin getrieben“, fügte Ralf Schaal hinzu. Nach dem Trainerwechsel von Frank Schmitt zu Mirco Ritter soll nun unter dem neuen Coach Frank Herbert mit vielen jungen Neuzugängen die kommende Badenliga-Saison angegangen werden.

Die Damen 1 erlebten ein schwieriges Jahr in der Badenliga, in dem sie sogar gegen den Abstieg kämpfen mussten. Auch hier gab es einen Trainerwechsel: Mathias Kolander übernahm den Posten von Michael Jakob und führte das oft dezimierte Team auf den siebten Tabellenplatz. Mit 17 Spielerinnen im Kader starten die Damen in die neue Spielzeit.

Abstieg als Chance

Die Herren 2 haben es ebenfalls nicht geschafft, die Klasse zu halten. Kurz vor Saisonschluss musste das Team doch die Landesliga in Richtung Kreisliga verlassen. Der Abstieg soll als Chance gesehen werden, die jungen Spieler im Herrenbereich zu etablieren. Die Herren 3 sorgten dagegen für Lichtblicke: Die neugeformte Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren überzeugte auf ganzer Linie und wurde ungeschlagen Meister der 4. Kreisliga.

In der Saison 2017/2018 ging der TSV Amicitia im Bereich der weiblichen Jugend in einer Spielgemeinschaft mit dem HC Vogelstang an den Start. In männlichen Jugend ist das noch nicht notwendig. „Wir wollen eigenständig bleiben. Aber das geht nur mit vielen Helfern“, betonte Jugendleiter Daniel Wetzel.

Für die Teams werden noch Trainer und Betreuer gesucht, die nicht nur den Nachwuchs, sondern den gesamten Viernheimer Handball unterstützen wollen. su

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