Viernheim

TSV Amicitia I Als neuer Vorsitzender des größten Viernheimer Vereins / Mitgliederzahlen leicht rückläufig

Hoffmann beerbt Scheidel

VIERNHEIM.Beim TSV Amicitia ist eine Ära zu Ende gegangen: Edmund Scheidel kandidierte nach 13 Jahren an der Spitze des größten Viernheimer Vereins nicht mehr für das Amt des Ersten Vorsitzenden. In der Generalversammlung wählten die Mitglieder seinen bisherigen Stellvertreter Peter Hoffmann einstimmig zum neuen Vereinschef.

Neue Zweite Vorsitzende sind Wolfgang Merkel und Peter Buchholz, die bislang in anderer Funktion dem Vereinsvorstand angehörten. In ihren bisherigen Ämtern bestätigt wurden Kassenwart Andreas Baader und Schriftführerin Sandra Usler, die zudem noch den Bereich der Mitgliederverwaltung verantwortet.

Auch Gerrit Wolk verzichtet

Neben Scheidel verzichtete auch der bisherige Zweite Vorsitzende Gerrit Wolk auf eine weitere Amtszeit, so dass der geschäftsführende Vorstand aus fünf Personen besteht.

Als erste Amtshandlung konnte der frisch gewählte Vereinsvorsitzende Hoffmann, der genauso lange wie Scheidel in verantwortlichen Positionen bei den Handballern und im Verein ist, sich bei seinem Vorgänger bedanken (siehe eigenen Bericht). Zuvor hatte auch Ralf Schaal, zum Wahlleiter gewählt, persönlich und im Namen sämtlicher Abteilungen des TSV Amicitia für den beispiellosen Einsatz von Edmund Scheidel gedankt.

Der Vorsitzende selbst hatte seine Dankesworte am Ende seiner 13-jährigen Amtszeit in den Geschäftsbericht des Vorstandes gepackt. Er sagte vor allem seinen Vorstandskollegen und den Mitgliederverwalterinnen Christiane und Wilhelmina Osada für ihren Einsatz und ausdrücklich der Stadt Viernheim für die Unterstützung in allen Bereichen Dankeschön.

Der Hauptverein beschäftige sich weniger mit dem Sport, sondern habe mit Verwaltung und Organisation eine Aufgabe, „die man selten sieht und nicht immer wahrnimmt.“

Ein großer Brocken ist die Unterhaltung der Infrastruktur mit Lorscher Straße und Waldstadion. Hier sei ständig etwas zu tun, nach den Sportplätzen im Stadion wären eigentlich die in die Jahre gekommenen Umkleiden an der Reihe. „Das ist eine Aufgabe, die entsprechende finanzielle Mittel erfordert, was kurzfristig wahrscheinlich nicht zu erreichen ist“, sieht Scheidel die Sanierung eher als langfristiges Ziel.

Einen Schritt weiter ist man in der Rudolf-Harbig-Halle. „Dort haben wir inzwischen modernste Haustechnik, es fehlt nur noch an Kleinigkeiten“, schickte er ein Dankeschön an Verwaltung und Politik. Die Abteilungen und die Sportler setzten dagegen mit ihren Erfolgen ein positives Signal für Verein und Stadt.

Scheidel nannte als Beispiele die Abteilung Basketball mit dem Albert-Schweitzer-Turnier, die Triathleten mit ihrer Großveranstaltung, die Tischtennis-Abteilung mit überregionalen Turnieren, die Wettkampferfolge der Leichtathleten, die Handballer in der Oberliga, die hervorragende Jugendarbeit im männlichen und weiblichen Bereich bei den Fußballern, die Turner mit weiblicher Führung und immer neuen Angeboten sowie die Integration der Behindertensportler in den allgemeinen Sportbetrieb. „Und das geht nur mit viel Herzblut, wenn man eigene Interessen auch mal hinten anstellt“, freut sich Scheidel über viele engagierte Menschen in seinem Verein.

Die von Wolfgang Merkel vermeldeten Mitgliederzahlen waren leicht rückläufig. Zum Ende des Jahres 2017 hatte der TSV Amicitia 2151 Mitglieder; die mitgliederstärkste Abteilung sind nach wie vor die Fußballer mit 794 Mitgliedern.

Andreas Baader stellte den Kassenbericht für die Jahre 2016 und 2017 vor, in denen der Verein auch das Rasenprojekt abwickelte. Ein neues Bauprojekt habe der Verein bereits im Blick, kündigte Peter Hoffmann am Ende an. Zum Ausbau des Foyers in der Rudolf-Harbig-Halle habe man erste konkrete Gespräche mit der Stadt geführt.

Der neue geschäftsführende Vorstand habe sich zudem als Ziel gesetzt, die Vereinssatzung neu auszuarbeiten und die Verantwortungsbereiche anders zu verteilen.

Bei einer Klausurtagung noch in diesem Jahr sollen sich Verantwortungsträger aus Vorstand und Abteilung mit der Fragestellung beschäftigen, wie es mit dem Verein in den nächsten Jahren weitergeht. su

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