Viernheim

Soziales Am 14. Oktober ist ein Benefizkonzert in der Michaelskirche geplant / Weitere Veranstaltungen in Vorbereitung / Eröffnung in einem Jahr geplant

Hospiz-Neubau macht große Fortschritte

Viernheim."Wer durch die Seegartenstraße geht, der sieht, dass da was passiert", meint Pfarrer Angelo Stipinovich. Tatsächlich macht der Neubau des Viernheimer Hospiz gegenüber des Krankenhauses große Fortschritte, die Mauern des Obergeschosses sind fast fertig hochgezogen. Ein gutes Jahr nach Einreichung des Bauantrags informiert der Pfarrer als Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung St.-Josef-Krankenhaus über aktuelle Entwicklungen und Termine. Das Wichtigste: Das Gebäude hat einen Namen bekommen.

"Hospiz Schwester Paterna" wird die Viernheimer Einrichtung heißen. "Der Name passt wie kein anderer, steht er doch für jemanden, die sich um Alte und Sterbende kümmerte", begründet Stipinovich die Wahl. Und obwohl die Wände des Komplexes schon gemauert sind, folgt eine offizielle Grundsteinlegung. Dazu kommt der neue Mainzer Bischof nach Viernheim.

Am Freitag, 16. Oktober, um 16 Uhr wird Bischof Peter Kohlgraf den Neubau segnen. Die Eröffnung des Hospizes ist für das zweite Halbjahr 2018 geplant, bis dahin sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen, eine Leitung gefunden und das Personal eingestellt worden sein. Für das Hospiz ist eine Bausumme von 5,4 Millionen Euro veranschlagt - dank der Unterstützung der Sparkasse Starkenburg steht die vorläufige Finanzierung. "Ja, das ist eine ordentliche Summe", gibt Stipinovich zu, liefert aber auch die Erklärung: "Es ist nicht billig, weil wir nicht billig bauen wollten. Jeder hat den Anspruch, seine letzten Tage und Wochen so zu verbringen wie Zuhause. Da ist Ästhetik wichtig, da ist die entsprechende Haustechnik wie Klimatisierung wichtig, und da ist auch die Kapelle wichtig."

125 000 Euro von der Sparkasse

Bei der Einrichtung der zehn Zimmer habe die Sparkassenstiftung schon früh ihre Hilfe signalisiert. "Wir bezuschussen das Hospiz mit 12 500 Euro pro Bett - also mit 125 000 Euro", bestätigt Andrea Helm von der Stiftung die Summe.

Bei der Kredittilgung ist die Stiftung weiterhin auf Spenden angewiesen. "Es muss ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken, dass Hospizarbeit in Viernheim nur funktionieren kann, wenn jeder dazu beiträgt", hofft Stipinovich und setzt dabei ganz auf bisherige gute Erfahrungen: "Die Viernheimer helfen und spenden gern, wenn sie merken, dass etwas gut ist..."

Damit sich die Viernheimer selbst ein Bild machen können, lädt das Kuratorium zu einem Infoabend am kommenden Donnerstag, 21. September, um 19 Uhr in die Kulturscheune ein. Alle Pläne können im Detail angeschaut werden, es gibt sogar einen virtuellen Rundgang durch das Hospiz. Neben Informationen zum aktuellen Neubau werden auch Fragen zum späteren Hospizbetrieb beantwortet - zum Beispiel, wie die Kostenübernahme durch die Kassen geregelt ist.

Um an Einnahmen zugunsten des Hospizbaus zu kommen, haben die Verantwortlichen schon mehrere Ideen entwickelt. Die erste Veranstaltung findet am Tag nach der Grundsteinlegung statt. Am Samstag, 14. Oktober, gastiert Ray M. Wade um 19 Uhr in der Michaelskirche. Der Opernsänger, der auf den größten Bühnen der Welt steht, hat amerikanische Spirituals für das Benefizkonzert dabei. Eintrittskarten sind für 20 Euro (1 Euro für Kinder) in den Pfarrbüros, im Krankenhaus und im Teeladen erhältlich.

Im Mai 2018, am Tag vor dem Muttertag, soll sich die Innenstadt in eine große Frühstückstafel verwandeln. Zugunsten des Hospizes kann dann gemeinsam geschlemmt werden. Und auch die Sparkassenstiftung hat weitere Unterstützung terminiert: "Unser Weihnachtskonzert 2018 wird voraussichtlich ein Benefizkonzert für das Viernheimer Hospiz sein", berichtet Andrea Helm. Alle Neuigkeiten, Aktivitäten und Termine rund um das Hospiz werden künftig auch online verfügbar sein. Die Firma Pixelegg bereitet im Rahmen ihrer Aktion "WoB - Website ohne Bezahlung" den Internetauftritt vor. In wenigen Tagen wird www.hospiz-schwester-paterna.de dann frei geschaltet werden.

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