Viernheim

Christusgemeinde Pfarrerin Irene Dannemann hält ihren ersten Gottesdienst in der Friedenskirche / Feier zum Schulanfang

Im Gespräch mit den Gläubigen

Viernheim.„Hier läuten keine Glocken, da weiß man gar nicht, wann es so weit ist.“ Einen Unterschied zu ihrer bisherigen Wirkungsstätte stellt Pfarrerin Irene Dannemann sofort fest. Nach einem Blick auf die Uhr beginnt ihr erster Gottesdienst in der Friedenskirche aber pünktlich. Am 1. August hat die neue Pfarrerin des Friedensbezirks der Christuskirchengemeinde ihren Dienst angetreten, als Nachfolgerin von Pfarrerin Beate Schwenk, die die Gemeinde im Oktober 2017 verlassen hatte.

Vor zehn Tagen ist Pfarrerin Dannemann mit ihrem Mann in das Pfarrhaus eingezogen. „Die meisten Umzugskisten sind noch gepackt“, sagt die 56-Jährige lachend, schließlich hat sie sich gleich in die Arbeit gestürzt. Dazu gehörten in erster Linie die Treffen mit ihrem Kollegen Pfarrer Klaus Traxler aus dem Gemeindezentrum und im Gemeindebüro. Auf den Weg macht sich die Theologin dabei mit dem Fahrrad. „Viernheim ist glücklicherweise ganz flach und nicht so hügelig wie Bad Vilbel“, betont sie.

Vorbereitung auf Konfirmation

Bei der Konferenz in der Nibelungenschule hat sich die Pfarrerin ebenfalls vorgestellt. „An der Schule werde ich evangelische Religion in den dritten Klassen unterrichten“, sagt Dannemann. Sie freue sich auch auf die ökumenischen Gottesdienste, die sie mit dem Gemeindereferenten Herbert Kohl von St. Hildegard-St. Michael vorbereiten werde.

Gleich zwei Gottesdienste, nämlich zum Schulanfang und zur Einschulung, stehen heute auf dem Tagesplan. Zur Gemeindeseelsorge gehören aber auch die weniger freudigen Anlässe. „Das erste Trauergespräch habe ich auch schon geführt“, berichtet Dannemann. Für die ersten Wochen in Viernheim hat sich die gebürtige Essenerin vorgenommen, viele Menschen kennenzulernen und ihnen zuzuhören. „Ich möchte herausbekommen, was Viernheim und die Viernheimer so ausmacht.“ Als erstes großes Projekt in der Gemeinde steht die Vorbereitung der Konfirmation an. „Trotz meiner Erfahrung aus den Gemeinden in Frankfurt und Bad Vilbel-Heilsberg ist das hier wieder etwas Neues“, sagt Pfarrerin Dannemann, die sich auf die Zeit mit den Jugendlichen freut.

Beim ersten Sonntagsgottesdienst in der Friedenskirche hat sich die Pfarrerin ein Sommerlied für die Predigt ausgesucht. Das vertonte Gedicht „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ von Paul Gerhardt fordert in den ersten von 15 Strophen dazu auf, die Natur und ihre Schönheit anzuschauen. „Wir leben nicht mehr im Garten Eden, sollen aber die Schöpfung bewahren“, mahnt Irene Dannemann. Wie ein Baum, mit tiefen Wurzeln und weiten Ästen, mit Blüten und Früchten, stehe der Mensch im Leben und könne dem Himmelreich entgegengehen, in die Liebe Gottes hinein.

„Sie werden viel Schwung in die Gemeinde bringen und viele Menschen ansprechen“, ist sich Ralf Berndt sicher. Der Zweite Vorsitzende des Kirchenvorstands begrüßt die neue Pfarrerin an ihrer neuen Wirkungsstätte. Offiziell in ihr Amt eingeführt wird Pfarrerin Dannemann am Sonntag, 12. August. Der Gottesdienst mit Dekan Arno Kreh in der Friedenskirche beginnt um 17 Uhr, die Gemeinde ist anschließend zum Sektempfang und zum Gespräch mit der neuen Pfarrerin eingeladen. su

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