Viernheim

Im Sinne der Mitarbeiter

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Wolfram Köhler zum Umdenken der SPD

Man könnte sich lange darüber streiten: Wäre die Finanzierung des Rathaus-Projekts auch ohne die Finanzspritze aus Wiesbaden möglich? Das Dreier-Bündnis aus CDU, UBV und FDP glaubt: Ja! Die SPD und ihr Bürgermeister denken: Nein! Fakt ist: 7,5 Millionen Euro sind eine Summe, die Viernheim eher selten für Investitionen zur Verfügung steht. Damit wird es der Stadt sehr viel leichter gelingen, den Umbau des maroden Verwaltungsgebäudes zu schultern. Und der SPD fällt es nun nicht mehr ganz so schwer, Argumente für ein Vorhaben zu finden, das sie lange Zeit vor sich hergeschoben oder gar abgelehnt hat.

Die Genossen würdigen - zu Recht - die solide Haushaltsführung des Bürgermeisters. Denn sie ist Voraussetzung dafür, dass die Aufsichtsbehörden der Stadt die weiteren Schritte genehmigen. Mit ihrer Ankündigung, erst später den Weg endgültig freigeben zu wollen, überschätzt sich die Partei allerdings. Dies hat das Dreier-Bündnis bereits getan. Was die SPD jetzt an den Tag legt, ist nichts anderes als Pragmatismus. Die Sanierung nach dem vorliegenden Entwurf ist die einzige wirklich realisierbare Lösung der Rathaus-Frage. Und da ist es besser, aktiv mitzuwirken, als den vermuteten Erfolg der anderen als Zaungast zu verfolgen.

Schließlich betonen alle Fraktionen: Den Verwaltungsmitarbeitern sind die schlechten Arbeitsbedingungen in dem Altbau nicht mehr lange zuzumuten. Wenn es für das anstehende Mammutprojekt also eine große Mehrheit gibt, kann das der gemeinsamen Sache nur dienen.

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