Viernheim

Kutschengilde Gespannfahrer zeigen ihr Können bei deutschen und hessischen Meisterschaften / Teilnehmer absolvieren drei Disziplinen

In rasendem Tempo durch den Parcours

Archivartikel

viernheim.Deutschlands beste Gespannfahrer beeindruckten die Zuschauer auf dem Gelände der Kutschengilde mit ihren Fahrkünsten. Bei den hessischen und deutschen Meisterschaften mussten die Teilnehmer jeweils die Disziplinen Dressur, Geländefahrt und Hindernisfahrt bewältigen.

Im bundesweiten Wettbewerb bei den Einspännern der Klasse S erzielten die hessischen Fahrer die besten Ergebnisse. In der Einzelwertung sicherte sich Dieter Lauterbach aus dem hessischen Kelkheim den Titel eines deutschen Meisters. Nach Platz vier in der Dressur brachten ihm der Erfolg im Gelände und Platz zwei beim abschließenden Hindernisfahren den Gesamtsieg ein.

Auf Platz zwei bei den nationalen Titelkämpfen landete Jovanca Marie Kessler vom RZV Gestüt Rosenhof, die nach der Dressur noch in Führung gelegen hatte. Ein sechster und ein zwölfter Platz in den folgenden Prüfungen bescherte ihr dann immerhin noch Rang zwei. Bronze ging an Claudia Lauterbach vom RFV Dillenburg (Hessen), die in den einzelnen Disziplinen die Plätze sechs, fünf und eins belegt hatte. Eric-Peter Schäfer aus Viernheim belegte Platz 19 von 26 Startern. In der Besetzung Claudia Lauterbach, Jessica Wächter und Dieter Lauterbach ging der Länderpokal ebenfalls nach Hessen.

Bei den hessischen Meisterschaften der Zweispänner Pferde Klasse S holte sich Elena Scheipers vom RFV Rosenthal-Willershausen mit 135,53 Punkten die Goldmedaille, gefolgt von Maximilian Reith vom PSV Neu-Isenburg (159,24) und Louis Ferdinand Kessler vom RFV Dillenburg (164,27). Bei den Zweispänner-Ponys wurde Sven Böcking (RFV Driedorf) hessischer Meister vor Thomas Köppen (RFV Offenthal) und Leon Zacharias Reinhardt (Großaltenstädten). Christian Hechler von der gastgebenden Kutschengilde musste sich mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben.

Verein zieht positive Bilanz

„Es ist alles hervorragend gelaufen, sowohl was den sportlichen Teil angeht, aber auch die Veranstaltung insgesamt. Das Wetter war perfekt und hat auch viele Viernheimer auf unser Gelände gelockt“, zeigte sich Armin Brandt, Vorsitzender der Kutschengilde, trotz anstrengender Turniertage mit dem Ablauf der Veranstaltung hochzufrieden. Er dankte den engagierten Helfern und Landwirten, die wieder ihre Ackerflächen für das riesige Fahrerlager zur Verfügung gestellt hatten. „Ohne diese Unterstützung könnten wir so große Veranstaltungen nicht durchführen“, würdigte Brandt die „gute Nachbarschaft“.

Bei den vielfältigen Wettbewerben kamen selbst Zuschauer auf ihre Kosten, die mit dem Gespannfahren sonst eher wenig zu tun haben. Bei der Dressur war die Harmonie zwischen Mensch und Tier gefragt. Gepaart mit einem passenden Erscheinungsbild wurde der Betrachter in Zeiten zurückversetzt, als es noch keine Autos gab. Geschicklichkeit und Tempo waren im Gelände gefordert. Auf der 6,5 Kilometer langen Strecke über umliegende Äcker und durch den Viernheimer Wald mussten die Teilnehmer mehrere Prüfungen bewältigen. Besonders spektakulär war der Parcours auf dem Vereinsgelände, wo die Gespanne die Hindernisse in rasendem Tempo umkurvten.

Großes fahrerisches Können war auch beim abschließenden Hindernisfahren gefragt. Die Kutschen mussten dabei durch Tore gelenkt werden, die nur zehn bis 15 Zentimeter breiter waren als das Gefährt selbst.

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