Viernheim

Nachruf Schwester Erminolda Zoller gestorben

In vielen Projekten engagiert

Viernheim.Die Franziskanerin und Missionsschwester Erminolda Zoller ist am 4. Mai im Alter von 92 Jahren verstorben. Das schreiben die katholischen Pfarreien Viernheims jetzt in einer Pressemitteilung.

Zoller arbeitete ab 1964 viele Jahre als Missionsschwester in Indonesien. Sie besuchte Viernheim erstmals 1993 und zum letzten Mal 2007. Die Gemeinde St. Michel unterstützte ihre Projekte finanziell. In Indonesien setzte Zoller sich besonders für die Ausbildung von Mädchen ein, wozu sie auch ein Bildungshaus und ein Internat bauen ließ. Daneben kümmerte sie sich um Menschen, die unter Augenkrankheiten litten oder Gaumenspalten operiert bekamen. Außerdem wirkte sie beim Aufbau zahlreicher Kinderheime mit. Besonders herausgefordert wurde sie in ihrer Arbeit durch den großen Tsunami 2004 und ein schweres Erdbeben 2005.

Die Hilfe aus Viernheim kam vor allem aus dem Erlös des 24-Stunden-Laufs. Diesen hatte die Katholische Junge Gemeinde (KJG) St. Michael 1992 ins Leben gerufen und 20 Jahre gemeinsam mit vielen weiteren Helfern der Pfarrei organisiert.

Hohe Spendensummen

Bei der Benefizaktion spendeten die Teilnehmer einen beliebigen Betrag pro gelaufener 500-Meter-Runde – entweder selbst oder mit Hilfe eines Sponsors. Insgesamt sammelte die Gemeinde St. Michael gut 140 000 Euro für Hilfsprojekte, wobei ein Teil des Geldes über Sponsoren und eine Tombola zusammenkam. Neben der Arbeit von Schwester Erminolda profitierte unter anderem auch die Partnergemeinde Satonévri in Burkina Faso. 2012 wurde die Aktion in ihrer bisherigen Form eingestellt.

Zoller wurde am 22. Mai 1927 in Aalen-Ebnat geboren und hieß mit Vornamen ursprünglich Erna Maria. 1950 trat sie in die Gemeinschaft der Franziskanerinnen von Reute ein. Im Gut-Betha-Haus in Reute verbrachte sie auch ab 2012 ihre letzen Lebensjahre. fhm/wk (Bild: privat)

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