Viernheim

Matinee Formationen der Musikschule beeindrucken mit ihrem vielfältigen Können / Monday-Noon-Orchestra und Vokal-Ensemble treten auf

Jazz schlägt Brücke von Amerika nach Europa

Archivartikel

Viernheim.Ein vielfältiges Programm bot die Jazz-Matinee der städtischen Musikschule in der voll besetzten Kulturscheune. In dem zweistündigen Programm präsentierten vier Formationen 24 Titel aus den verschiedenen Epochen des Jazz. An diese Musikstile lehnten sich auch Swing, Rock und Pop an.

Nach der Begrüßung durch Musikschulleiter Rúnar Emilsson stellte Christian Marley das Mondy-Noon-Orchestra vor. Im Stile einer Big Band stimmte die Formation das Publikum mit dem bekannten Titel „Route 66“ auf die musikalische Reise ein. Auch bei „Take The A Train“ wechselte das Thema von den Trompeten zu der großen Gruppe der Saxofonisten. Dass der klassische Jazz auch romantisch stimmen kann, erlebten die Zuhörer bei „When I Fall In Love“. Temperamentvolle Rhythmen standen hingegen bei „One Note Samba“ im Vordergrund, ehe sich die Formation mit „I’ve Got You Under My Skin“ verabschiedete.

Mit ihren schönen Stimmen überzeugten Ricarda Nitsche, Hanna Schurr und Melanie Siegwart. Das Vokal-Ensemble unter der Leitung von Amelie Meister begeisterte das Publikum mit den Stücken „And So It Goes“ und „Take Me Home“. Das Publikum belohnte die Darbietungen mit viel Beifall.

Die Jazz-Nuts unter der Leitung von Christian Marley glänzten bei ihrem Auftritt auch mit solistischen Darbietungen. So bot der „Cool Blues“ packende Soli am E-Piano und am Schlagzeug. In diesem Programmteil waren „California Dreaming“ und „Pennsylvania 6- 5000“ die bekanntesten Titel. Die einzelnen Instrumentengruppen überzeugten dabei durch unterschiedliche Interpretationen des Themas. Das Stück „House Of The Rising Sun“ erinnerte im Anschluss an eine festliche Ballade.

Banda Nova mit großem Programm

Viel Raum nahm bei dem Konzert auch der Modern Jazz ein. Die Banda Nova unter der Leitung von Christian Marley präsentierte gleich elf Titel. Das Publikum an den Tischen ging bei bekannten Melodien wie „Watermelon Man“ begeistert mit. Eine musikalische Brücke zwischen Amerika und Europa stellten die Stücke „Mas Que Nada“, „Jardin d’Hiver“ und „Aqua De Beber“ dar.

Auf sich aufmerksam machten auch die Vokal-Solisten Hanna Schurr und Wolfram Römmelt. Gemeinsam mit dem Ensemble boten sie Jazz in Perfektion. Römmelt informierte das Publikum zudem über die große Begeisterung, mit der die moderne Form des Jazz in Europa aufgenommen worden sei. Dabei erfuhr das Publikum auch einiges über die Herkunft des Bossa Nova.

Begeisterung für die unterschiedlichen Stilrichtungen der Musik zu wecken – das hat sich die Musikschule zur Aufgabe gemacht. Der große Beifall zum Abschluss der Jazz-Matinee zeigte, dass ihr das einmal mehr gelungen ist. H.T.

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