Viernheim

Aufführung Maria-Ward-Kinder und Gruppe „FaKiMus“ stellen im Musical „Selig seid ihr“ die Bergpredigt dar / Texte und Musik von Eva-Maria Renner

Jesus bringt Menschen das Himmelreich näher

Archivartikel

Viernheim.„Was hat er gesagt?“, fragen sich nicht nur die Jünger. Jesus steht auf dem Berg und spricht zu den Menschen in Tagbha. In den Seligpreisungen erklärt er, wem das Himmelreich gehört und wer die Kinder Gottes sind.

In der Marienkirche wird das Mini-Musical „Selig seid ihr“ von Kindergarten-, Schulkindern und Jugendlichen gesungen und gespielt. In fünf Liedern und kurzen Sprechsequenzen wird von der Bergpredigt erzählt. In Israel, vor mehr als 2000 Jahren, streiten sich die römischen Soldatenkinder Gaia und Julia (Lenja und Felia Ostrowicki) mit den israelischen Mädchen Lea (Luisa Kramer) und Sarah (Theresa Heiland), wer auf dem Platz spielen darf.

Mutter Judith (Sophia Kramer) sucht aufgeregt nach ihren Töchtern: „Römische Soldaten und Männer aus unserem Dorf sind aufeinander losgegangen.“ Auch Esther (Emilia Träger) und ihre Kinder Miriam (Nina Kempf) und Aaron (Aaron Heiland) kommen dazu. „Wenn nur endlich diese Streitereien aufhören würden“, fleht Esther. Die Mütter singen gemeinsam: „Stoppt den Wahnsinn, lasst die Liebe endlich regieren.“ Da kommt Freundin Ruth (Luisa Usler) mit Rahel (Emilie Müller) dazu: „Jesus, der Wanderprediger, ist wieder in der Gegend“, sagt sie und nimmt ihre Freundinnen und die Kinderschar mit zum nahegelegenen Berg. „Jesus, steig hinauf auf den Berg, dann können wir dich besser hören und auch sehen. Was du sagst, ist sicher wichtig, wir wollen dich verstehen.“

Obwohl – oder weil – Jesus (Leo Grubert) oben auf dem Berg steht, kommen seine Worte erst nicht richtig an. „Was hat er gesagt?“, fragen sich seine Zuhörer. Die Jünger geben die Worte Jesu per „Stille Post“ weiter. Judith, Esther, Ruth, Lea und Sarah legen die Seligpreisungen aus. Sie lauten: „Selig sind, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich“, „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben“, „Selig sind, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, denn sie werden satt werden“ und „Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ Alle zusammen singen: „Diese Welt wird zu Gottes Reich, wenn wir gemeinsam leben und lieben.“

Viel Applaus des Publikums

Das haben auch die römischen Kinder verstanden, die zusammen mit den israelischen Kindern spielen. Judith hofft, „dass die Erwachsenen dem Beispiel von euch Kindern folgen und aufhören, sich zu bekämpfen. Dann können wir alle selig sein.“ Zur Bestätigung stimmt der große Musicalchor das Schlusslied an: „Selig könnt ihr sein, wenn ihr in Frieden miteinander lebt. Selig heißt, glücklich, zufrieden und mit Kraft, die eine bessere Zukunft schafft.“ Für diese Botschaft bekommen die jungen Sänger und Schauspieler einen großen Applaus des Publikums.

„Selig seid ihr“ ist ein Kooperationsprojekt von Kindern der Maria-Ward-Tagesstätte und der „FaKiMus“-Gruppe. Dahinter verbirgt sich die „Familienkirchenmusik“ der Pfarrei Johannes XXIII., die musikalische Projekte umsetzt. Das Mini-Musical war das zweite Projekt, bei dem interessierte Kinder und Eltern mitmachen konnten. Auf diese Akteure verteilten sich die Sprechrollen und die Sologesänge. Eva-Maria Renner komponierte fünf Lieder, die sie nicht nur mit den Solisten, sondern auch mit dem Kindergarten-Chor einstudierte. Sie verfasste auch die Texte, die die Geschichte der Bergpredigt kindgerecht erklären.

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