Viernheim

Maifest Freiwillige Feuerwehr bewirtet zahlreiche Gäste / Löschübung und Modenschau der Nachwuchsabteilung

Jugend erstickt riesige Flammen

Archivartikel

Viernheim.„Warum benutzen die eigentlich kein Wasser, um das Feuer zu löschen?“, fragen sich die Zuschauer. Auf der Freifläche des Feuerwehr-Geländes brennt es lichterloh, dunkler Qualm zieht in den Himmel. Aber der Einsatztrupp der Jugendfeuerwehr zieht nicht den Wasserschlauch aus dem Löschgruppenfahrzeug. Stattdessen greifen die Nachwuchs-Feuerwehrleute zum Sonderrohr und zielen mit Löschschaum auf den Brand.

„Wasser hätte in dem Fall gar nichts gebracht“, erklärt Jugendwart Dominik Benz, „denn in den Wannen hat Benzin gebrannt“. Der Einsatz, den die Zehn- bis 17-Jährigen routiniert demonstrieren, gehört zum Rahmenprogramm beim traditionellen Maifest der Freiwilligen Feuerwehr Viernheim. Einmal mehr erweist sich das Gelände der Brandschützer am Maifeiertag als Anziehungspunkt für die Viernheimer. Schon am Vormittag gibt es kaum noch Parkplätze um das Feuerwehrgelände, aber die meisten Besucher kommen ohnehin mit dem Fahrrad.

Noch vor der Mittagszeit sind alle Sitzplätze belegt, in der Halle und im Hof. Schnell holen die Helfer alle Tische und Bänke und sorgen für zusätzliche Plätze in der Sonne.

Gleichzeitig wird die Schlange an der Essens- und Getränkeausgabe immer länger. Das eingespielte Team kann den Ansturm zwar bewältigen, trotzdem muss man mitunter auf das gewünschte Mittagessen warten. Einmal an der Reihe, lassen sich die Besucher Haxen, gegrillte Steaks und Gyros genauso schmecken wie Bier vom Fass oder leckere Drinks. „Wir sind am Ende unserer Kapazitäten. Wir haben nicht mehr Helfer und wir haben nicht mehr Gerätschaften“, begründet Lukas Haas, der den ganzen Tag an einer der drei Bonkassen sitzt, die Wartezeit.

Rund 50 Helfer im Einsatz

Stadtbrandinspektor Michael Ahnert kann das nur bestätigen: „Wir haben rund 50 Helfer für den 1. Mai, aber diese Personen sind auch den ganzen Tag im Einsatz.“ Da müssen nicht nur die Bratwürste gegrillt oder das Bier gezapft werden, Waffeln gebacken oder Teller und Gläser gespült werden, sondern auch Informationen an die Besucher weitergegeben werden. Ein Großteil der Fahrzeuge steht aufgereiht vor der Halle. Vor allem die kleinen Besucher bekommen große Augen, als sie sich sogar in ein echtes Feuerwehrauto setzen können. Die Einsatzkräfte stehen für Fragen zur Verfügung und informieren die Gäste über die Ausstattung der Fahrzeuge.

Spezielle Feuerwehrkleidung in Kindergrößen gibt es nicht. Trotzdem zeigt die Kinderfeuerwehr eine besondere Modenschau. „Wir haben es einfach für uns passend gemacht“, erzählt Lisanne Englert. Da ist der Chemikalienschutzanzug eben aus einem Maleroverall gebastelt, und der glänzende Hitzeschutzanzug besteht aus Rettungsdecken. Die Jugendfeuerwehr dagegen ist schon mit einheitlicher Einsatzkleidung ausgestattet und bekämpft so vor hunderten Zuschauern den simulierten Flüssigkeitsbrand.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/viernheim

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