Viernheim

Große Drei Fastnachtsprinzessin Viktoria I. gibt ihre närrische Regierungserklärung ab / Seitenhiebe auf aktuelle Entwicklungen

„Jugend ist immer zu fördern“

Viernheim.„Am 12. Tag des Jahres 2020 ordne ich, Viktoria die Erste, Prinzessin der Großen Drei, die Umsetzung folgender 11 Paragraphen, für die Dauer der Kampagne 2019/2020 an“: So begann die Lieblichkeit ihre Regierungserklärung beim Empfang im Rathaus. Dabei brachte sie so manchen Seitenhieb unter:

§ 1: Ich bitte die Viernheimer Bäcker, die Bons für die verkaufte Ware auszudrucken – und daraus Konfetti zu machen, das an den närrischen Veranstaltungen dann mit einem dreifach scholzenden „O-laaf“ geworfen wird.

§ 2: Da der Zugang zum Rathaus mit dem Chip aufgrund technischer Probleme nicht gewährleistet ist, fordere ich den Senat des CdGs auf, die Pförtnerfunktion im Rathaus zu übernehmen und meiner Kollegin und mir immer die Türen zu öffnen.

§ 3: Die Jugend, sagt man, ist der Nachwuchs, welchen wir zum Erhalt unserer Gesellschaft benötigen. Darum erlasse ich, dass die Jugend in allen Bereichen zu fördern ist. Die KJGs und die Pfadfinder sowie die restlichen Jugendgruppen in Viernheim, sollen Ihre Jugendräume auf alle Zeit uneingeschränkt mit Verantwortung nutzen können. Denn aufgrund Ihres Engagements sind sie wertvoller Teil unserer Gesellschaft.

§ 4: Wie es Abgaben auf fast alles gibt, führe ich eine Abgabe ein, die den Viernheimer Fastnachtsvereinen für deren Jugendarbeit zugutekommen soll. Die Abgabe hat jeder Fastnachtsmuffel zu leisten, außer natürlich, wenn die Person mindestens ein närrisches Gegenargument vorweisen kann, denn somit hätten wir einen Narren mehr in unseren Reihen.

§ 5: Wenn der Elferrat der Großen Drei an der defekten Ampelanlage seinen Dienst versieht, muss der Fastnachtsumzug über die betreffende Kreuzung geleitet werden. Die Versorgung meiner Elferräte mit Getränken übernimmt dann der CdG.

§ 6: Auch wir drücken dem neuen Stadtrat die Daumen und wünschen ihm, dass er sich durchkempft…

§ 7: Ich fordere alle Einwohnerinnen und Einwohner Viernheims auf, alle närrischen Veranstaltung in dieser Stadt zu besuchen. Dann könnten wir von einer wirklich umfassenden Bürgerbeteiligung in Viernheim sprechen. Narren können mehr!

§ 8: Ich fordere die Firma Adler auf – wenn noch nicht vorhanden– alle Viernheimer Pressevertreter mit einem Schreibgerät und Papier zu versorgen, damit diese in angemessener Weise von den Ereignissen in Viernheim berichten können.

§ 9: Vielleicht ist die neue Nutzung der Marienkirche noch zu kurz gedacht. Auf die naheliegende Lösung ist bisher noch niemand gekommen. Das Rathaus könnte in die Apostelkirche ziehen und damit Platz für Wohnungsbau in der City machen. Die Michaelskirche wird wieder als Kleiderkammer genutzt und die Hildegardkirche – da greife ich gerne den Vorschlag meiner Kollegin auf – als Vereinsheim der Großen Drei und der KJGs. Für die Sonntagsgottesdienste wird künftig die Kapelle an der Weinheimer Straße ausreichend sein.

§ 10: Die neuen Wohnungen und Häuser anstelle des Rathauses und des Parkplatzes können nur erworben und gemietet werden, wenn närrische und andere Feierlichkeiten auf dem Apostelplatz akzeptiert werden.

§ 11: Um die Erinnerung an die Texte zu gewährleisten, ordne ich an, dass der Bürgermeister einer jeden Viernheimer Prinzessin, ab diesem Jahr und für die folgenden Jahre, einen Gesetzestext gestalten muss, der Ihre jeweiligen elf Paragraphen beinhaltet. Der Kreativität sind hierfür keine Grenzen gesetzt, jedoch sollte es sich um ein einmaliges schriftliches Dokument handeln, das bis zum Aschermittwoch ihrer Amtszeit vorliegen muss. red/su

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