Viernheim

Soziales Viernheim beteiligt sich mit zwei Vorführungen am Europäischen Filmfestival der Generationen / Dokumentation über das Leben einer polnischen Pflegerin

Jung und Alt kommen miteinander ins Gespräch

Viernheim.Das Europäische Filmfestival der Generationen gastiert vom 18. bis 28. Oktober in der Metropolregion Rhein-Neckar. Dabei sind Filme über das Älterwerden für Jung und Alt zu sehen. In Viernheim werden erneut zwei Filme gezeigt. Am Dienstag, 23. Oktober, 16 Uhr, heißt es in der Mensa der Friedrich-Fröbel-Schule „Monsieur Pierre geht online“. Zwei Tage später, am Donnerstag, 25. Oktober, 18.30 Uhr, ist in der Mehrzweckhalle der Goetheschule die Dokumentation „Family Business“ zu sehen. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Bürgermeister Matthias Baaß sieht im Filmfestival eine gute Möglichkeit, sich mit dem Älterwerden zu befassen und auch einen Einblick in das Leben im Alter von unterschiedlichen Standpunkten zu erhalten. „Das Filmfestival ist für jeden geeignet, egal ob Alt oder Jung. In Viernheim sind zwei Werke zu sehen, die unterhaltsam sind, aber auch nachdenklich stimmen.“

Veranstalter sind die städtische Seniorenberatung und die katholische Pfarrgemeinde St. Hildegard-St. Michael, die den Verein Wohnen 60plus, die Jugendförderung Stadtteil West, das Demenznetz Viernheim und den Arbeitskreis Altenhilfe als Kooperationspartner gewinnen konnten. „Nach den Filmen gibt es die Möglichkeit zur Diskussion, es können aber auch Fragen an unsere Experten gestellt werden“, sagte Seniorenberater Eberhard Schmitt-Helfferich. Ziel sei es, mit Betroffenen oder Angehörigen ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.

An der Fröbelschule hat sich im Rahmen des Ganztagsprogramms eine Gruppe gebildet, in der sich Jugendliche mit Konflikten zwischen den Generationen beschäftigen. „Die Schüler haben sich gefragt, wo sie ältere Menschen treffen können. Es gab auch immer wieder Besuche im Altenheim, um den dortigen Alltag mitzuerleben und darüber hinaus Kontakte zu den Bewohnern zu knüpfen“, berichtete Claus Bunte von der Jugendförderung und lobte zugleich das große Engagement der Jugendlichen.

Der Film „Monsieur Pierre geht online“ handelt von einem einsamen Witwer, der sich in seine Pariser Wohnung zurückgezogen hat und beim Anschauen privater Filmaufnahmen seiner verstorbenen Frau nachtrauert. Damit er sich wieder der Welt öffnet, schenkt ihm seine Tochter einen Computer mit Internetverbindung. Nur widerwillig lässt sich der Griesgram auf die neue Technik ein. Mit den neuen Möglichkeiten des Internet-Datings entdeckt Pierre schließlich seinen Lebenswillen wieder. Es entwickelt sich eine moderne Variante des Klassikers „Cyrano de Bergerac“ mit dem 83-jährigen Pierre Richard in der Hauptrolle.

Die deutsche Dokumentation „Family Business“ beschreibt die zwei Leben einer polnischen Pflegemigrantin. Diskret und ungeschönt wird mit der Kamera über ein Jahr lang eine polnisch-deutsche Zweckgemeinschaft begleitet, die durch ökonomische Notwendigkeiten aufeinander angewiesen ist. Der Film zeigt auf eindrucksvolle Weise die Arbeits- und Lebenswelt einer polnischen Pflegekraft. JR

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