Viernheim

Kultur Viernheim beteiligt sich mit zwei Veranstaltungen am Filmfestival der Generationen / Mehr als 160 Kommunen in Deutschland laden ein

Jung und Alt kommen miteinander ins Gespräch

Archivartikel

Viernheim.„Man soll das Alter differenziert sehen mit seinen Chancen und Möglichkeiten“, sagt der städtische Seniorenberater Eberhard Schmitt-Helfferich. Beim Europäischen Filmfestival der Generationen gibt es bei zwei Filmabenden die Gelegenheit, über das Älterwerden ins Gespräch zu kommen. Am Dienstag, 22. Oktober, 18.30 Uhr, wird „Für immer dein“ in der Seniorenbegegnungsstätte (SBS) gezeigt. Zwei Tage später, am Donnerstag, 24. Oktober, ist der Film „Britt-Marie war hier“ in der Mehrzweckhalle der Goetheschule zu sehen. Beginn ist ebenfalls um 18.30 Uhr. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Das Europäische Filmfestival der Generationen wurde im Jahr 2010 von Michael Doh (Universität Heidelberg) und Matthias Roos (Gesundheitsamt Frankfurt) initiiert. Die Resonanz auf die Filmreihen war durchweg positiv, und das Interesse von Städten und Gemeinden stieg von Jahr zu Jahr.

Seniorenberatung als Veranstalter

Das fünfte Festival bot bereits 36 Veranstaltungsreihen in der Metropolregion Rhein-Neckar – auch Viernheim war 2014 erstmals mit dabei. Mittlerweile findet das Festival an über 160 Orten in Deutschland statt mit über 250 Filmveranstaltungen. Zwischen dem 17. Oktober und dem 11. November werden Filme über das Älterwerden gezeigt. Veranstalter in Viernheim ist die städtische Seniorenberatung, die den Verein Wohnen 60plus, das Demenznetz Viernheim und den Arbeitskreis Altenhilfe als Kooperationspartner gewinnen konnte. „So eine Veranstaltung entspringt einem guten Netzwerk“, würdigt Bürgermeister Matthias Baaß die Zusammenarbeit der Gruppen beim Filmfestival.

Das Konzept sieht nicht nur das reine Vorführen von Spielfilmen oder Dokumentationen vor. „Wir gehen mit dem Filmabenden in Schulen, in Kirchen, eben an Orte, die mit dem Leben zu tun haben“, sagt Schmitt-Helfferich und weist auf die Vorgabe hin, die Filme nicht in Kinos zu zeigen. Zudem sollen sich Diskussionsrunden an den Film anschließen. „Das Publikum soll mit den Fachkräften vor Ort ins Gespräch kommen“, so Schmitt-Helfferich.

Peter Lichtenthäler von der Arbeiterwohlfart war im vergangenen Jahr als Experte bei Publikumsgesprächen in Viernheim und Weinheim dabei. „In der Unterhaltung wurden damals ganz unterschiedliche Gesichtspunkte genannt, die auch einen Perspektivwechsel ermöglichen“, berichtet Lichtenthäler über den Erfahrungsaustausch.

Der Film „Für immer dein“ dreht sich um ein älteres Ehepaar, das sich mit der jüngeren Generation ebenso auseinandersetzen muss wie mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Im Anschluss informieren Beate Preuss (Seniorenberatung) und Mareike Schütze (soziale Betreuung im Forum der Senioren) über Seniorenarbeit und Betreuung. Der zweite Film „Britt-Marie war hier“ handelt von einer frustrierten verlassenen Ehefrau, die als Fußballjugendtrainerin eine neue Herausforderung anpackt. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Viernheim, Maria Lauxen-Ulbrich, bietet anschließend das Gespräch an.

Das Europäische Filmfestival der Generationen trägt den Untertitel „Filme über das Älterwerden für Alt und Jung“. Das heißt, dass die Veranstaltungen nicht ausschließlich für die älteren Bürger konzipiert sind. „Es wäre toll, wenn Großeltern mit Kindern oder Enkeln zu den Filmabenden kommen“, wirbt Matthias Baaß für die beiden generationenübergreifenden Veranstaltungen. su

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