Viernheim

Kirche Pfarrei Johannes XXIII. entsendet Sternsinger / Kinder singen Lieder und sammeln Spenden für einen guten Zweck

Junge „Könige“ bringen den Segen

Archivartikel

Viernheim.Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+19“ bringen die Sternsinger den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen. Die Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt.

In der Pfarrei Johannes XXIII. werden die Sternsinger vor der Apostelkirche ausgesandt, um die Botschaft von der Geburt Jesu in die Häuser zu bringen. „Ihr seid wie kleine Pfarrer, weil ihr den Segen zu den Menschen bringt“, muntert Pfarrer Ronald A. Givens die kleinen Könige auf und bedankt sich für den Einsatz, sich trotz Ferien und Kälte für andere Kinder einzusetzen. Gemeindereferentin Angela Eckart teilt an die älteren Gruppenleiter die Stadtpläne aus, auf dem das Gebiet markiert ist, das besucht werden soll. Die Mädchen und Jungen, als Könige mit Umhängen und Kronen verkleidet, schnappen sich Stern und Sammelbüchse, Kreide und Aufkleber und ziehen los. In kleinen Gruppen machen sich die Kinder auf den Weg, klingeln an den Häusern und verkünden dann die frohe Botschaft.

Zumeist freundlicher Empfang

An den meisten Türen werden die jungen Sänger freundlich und erwartungsvoll empfangen. „Manche haben noch geschlafen“, erzählt Sophie von den ersten Besuchen des Tages. Mit den Liedern „Stern über Bethlehem“ oder „Wir kommen daher aus dem Morgenland“ segnen die Sternsinger die Häuser. Gereimt wird auch: „So viele Kinder leiden auf der Welt. Für diese Mädchen und Jungen sammeln wir Geld. So helft doch bitte mit euern Gaben, damit alle Kinder eine Zukunft haben. Wir Könige bringen euch jetzt den Segen, für Liebe und Frieden in eurem Leben.“ Ein weiterer Spruch lautet: „Lasst die Liebe in euch leben, Christus will uns Hoffnung geben. Wendet euch dem Kinde zu, es schenkt Frieden, gibt uns Ruh. Wer den Armen Hoffnung spendet, ihnen Zeichen von Gottes Liebe sendet.“ Die Kinder und Jugendlichen erfahren aber auch, dass die Sternsinger nicht immer und überall willkommen sind. „Es gibt auch Leute, die machen gar nicht auf oder machen die Tür schnell wieder zu, wenn sie uns sehen“, berichtet Tabea. Sie ist das erste Mal als Sternsinger unterwegs und ist dennoch überrascht: „Das sind aber nur ganz wenige. Die meisten Viernheimer sind ganz nett und haben uns immer aufgemacht.“

Simon begleitet eine Gruppe als Gruppenleiter: „Viele Menschen warten schon auf die Sternsinger und freuen sich, wenn sie kurz mit uns erzählen können.“ Wenn sie an den Haus- und Wohnungstüren stehen, erklären die jungen Sternsinger, warum sie unterwegs sind und wofür sie Geld sammeln. Das Dreikönigssingen richtet in diesem Jahr unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ den Blick auf Kinder mit Behinderung und darauf, welche Probleme sie haben, ihren Alltag zu meistern. Das Schicksal der Kinder in Peru und auf der ganzen Erde berührt auch viele Viernheimer – sie helfen gern und bedanken sich für das Singen und den Segen, der entweder aufgeklebt oder mit Kreide an die Tür geschrieben wird, mit einer Spende.

Für die Sternsinger gibt es fast überall ein paar Süßigkeiten als kleines Dankeschön für ihren Dienst. Vor allem aber landen viele Münzen und noch mehr Scheine in den Spendenboxen – für Kinder in aller Welt, die es nicht so gut haben.

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