Viernheim

Kultur Richard Alles stellt in Mannheimer Galerie Kress aus / Landrat a.D. Norbert Hofmann hält Laudatio zur Vernissage

Junger Viernheimer eröffnet Förderprojekt

Viernheim/Mannheim.Das Projekt „Talent St-Art“ hat die Kulturgesellschaft Mannheim mit einer Ausstellung eines jungen Viernheimer Malers in den Räumen der Sammlung Horst-Nico Kress in Mannheim begonnen: Richard Alles von der Albertus-Magnus-Schule (AMS) heißt der Auserwählte. Mit dem Projekt fördert die Kulturgesellschaft Jugendliche, die ihr Talent entdeckt haben und vielversprechende Erstlingswerke präsentieren. Sie möchte diese jungen Künstler durch das Projekt „Talent St-Art“ unterstützen und in ihrer weiteren künstlerischen Entwicklung begleiten.

Jedes Jahr werden drei junge Maler mit einem Höchstalter von 18 Jahren aus dem Gebiet der Metropolregion Rhein-Neckar an ausgesuchten Orten ausgestellt. Die Auswahl der Künstler erfolgt gemäß einer Ausschreibung an Schulen, welche Leistungskurse im Fach Kunst anbieten. Eine Auswahljury besteht aus zwei Mitgliedern der Kulturgesellschaft Mannheim und einem Experten. Alle fünf Jahre werden drei Preise unter allen Teilnehmern ausgelobt. Die Vernissagen finden im Herbst statt. Mit dem Viernheimer Richard Alles (Abitur 2019) konnte zur Premiere des Förderprojekts gleich ein außergewöhnliches Talent vorgestellt werden. Er zeigt eine große Leidenschaft für künstlerisches Gestalten.

Der frühere Viernheimer Bürgermeister und Landrat a.D., Norbert Hofmann, war bei der ersten Begegnung mit den Bildern des jungen Malers sofort beeindruckt und überrascht, wie er bei seiner Einführung auf der Vernissage erklärte. Seine Laudatio war die Darstellung der bei seinen Begegnungen mit Richard Alles gewonnenen Eindrücke.

Er betonte, dass Richard Alles ein veritabler Autodidakt sei. Alles habe mit dem Malen ohne Vorgaben begonnen. Hofmann bewundert den Mut des jungen Künstlers, sich an großflächigen Arbeiten zu versuchen. Schon sein Kunstlehrer erkannte die Assoziation mit dem Expressionismus der Jahrhundertwende aber auch die Verwandtschaft mit der naiven Kunst oder mit Dada. „Ich bin davon überzeugt, dass wir entlang dieser Werke eine innere Entdeckungsreise dieses jungen Künstlers spüren oder erahnen können“, beschrieb Norbert Hofmann die Vielfalt seines Schaffens.

Bilder mit originellen Titeln

Es bestehe überhaupt kein Zweifel daran, dass der junge Richard Alles mit einem besonderen Talent ausgestattet sei. Er verwies auch auf die originellen Titel der Bilder („The End“, „Yes Sir“, „You and Me“), die von mutigen Farbkompositionen geprägt seien. Sein Hauptmotiv sei das menschliche Gesicht, das dem Betrachter in ganz unterschiedlicher Gestalt begegnet.

Bei Gesprächen mit dem jungen Mann erfährt man, dass er schon früh als kleines Kind sehr viel gemalt hat. Vor zwei Jahren habe dann er die abstrakte Malerei für sich entdeckt. „Es ist faszinierend für mich, zu sehen, wie sich die Farbe durch verschiedene Techniken anders verhält. Genau das ist es, was ich an der Kunst liebe – die Vielfalt, die scheinbar unbegrenzt ist“, beschrieb Richard Alles seine Faszination.

Das vermitteln auch seine Bilder bei dem Dialog mit dem Betrachter. Es sind teils kritische, heitere ja sogar philosophische Botschaften. Wolf Diether Burak vom Vorstand der Kulturgesellschaft unterstrich den hohen Stellenwert des Förderprojekts und dankte den Sponsoren und dem Galeristen Horst-Nico Kress für die Aufnahme der Ausstellung in seinen Räumen.

Die zahlreich anwesenden Besucher waren ein Zeichen für das große Interesse an der Ausstellung, die noch bis Ende November von Montag bis Samstag von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden kann. Nach Vereinbarung sind auch individuelle Besichtigungen möglich. H.T.

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