Viernheim

Burkina Faso Freundeskreis Yaa Soma versorgt Schulen und Gesundheitsstationen mit Wasserspendern

Kaum Schutz vor dem Coronavirus

Archivartikel

Viernheim.Für rund 20 Millionen Einwohner stehen gerade einmal zwölf Intensivbetten zur Verfügung, Virustests sind kaum möglich, Schutzmasken und Desinfektionsmittel sind Mangelware: So beschreibt der Verein Yaa Soma, der sich um Schulprojekte in Burkina Faso kümmert, die aktuelle Lage in dem afrikanischen Land. Ausgangssperren, das Verbot von Menschenansammlungen und Schulschließungen gehörten in der Corona-Krise ebenso zum Alltag.

Um den Menschen vor Ort zu helfen und Hygienematerial anschaffen zu können, hatte Yaa Soma im März zu einer Spendenaktion aufgerufen. Dank vieler großzügiger Spenden konnten laut einer Pressemitteilung des Vereins mittlerweile mehr als 30 Wasserspender und Seife an Schulen und Gesundheitsstationen in der Region Koudougou verteilt werden. „Wir wissen, dass Covid-19 sehr gefährlich ist und zum Tode führen kann und dass nur gutes Händewaschen uns schützen kann“, schreibt der Lehrer Salif Kaboré an den Viernheimer Freundeskreis. Vor wenigen Tagen hat der Unterricht für die Abschlussklassen, also die letzte Klasse der Grundschule, begonnen.

Zugang zu Bildung verbessern

Der Schulinspektor der Region Koudougou, Desiré Ruamba, teilte Yaa Soma mit, dass die Schüler stolz seien, wieder in die Schule gehen zu können. An seinen Schulen hielten sich alle Jugendlichen an die Hygieneregeln und achteten auf den nötigen Abstand. Der Staat habe an jeden Schüler eine Maske verteilt. Mehr als diese Vorsichtsmaßnahmen, so Yaa Soma in einer Pressemitteilung, hätten die Menschen in einer der ärmsten Regionen der Welt dem Virus nicht entgegenzusetzen. Der Viernheimer Freundeskreis setzt sich in Burkina Faso für die Verbesserung der Ausstattung von Schulen ein und finanziert in erster Linie Schulbänke und Lehrmittel. Kinder und Jugendliche in Krisenregionen dieser Erde hätten seit jeher einen schlechteren Zugang zu Bildung und Gesundheit. „Doch Schule ist in Burkina Faso nicht nur ein Ort zum Lernen und damit für eine Chance auf Zukunft, hier bekommen die Kinder auch Zugang zu medizinischer Grundversorgung und eine Mittagsmahlzeit“, erklären die Verantwortlichen von Yaa Soma.

Wenn diese schulischen Einrichtungen wegfielen – wegen der Pandemie oder wegen politischer Unruhen wie derzeit im Norden Burkina Fasos – könnten die Kinder ihren Bildungsweg nicht weiterführen und das Ungleichgewicht werde weiter verstärkt. „Die enge Zusammenarbeit mit den Vereinsfreunden in Burkina Faso ermöglicht Aufklärung, eine gute Ausstattung von Dorfschulen mit den nötigsten Materialien, sie sorgt für motivierte Lehrer und Lehrerinnen und für gebildete und gesunde Schüler“, betont der Freundeskreis.

Yaa Soma möchte den Kindern in der Region Koudougou eine Zukunft schenken, sie kontinuierlich unterstützen und bittet daher um weitere Spenden. „Finanzielle Zuwendungen fließen zu 100 Prozent in die Schulprojekte.“ red

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional