Viernheim

Freizeit Alexander-von-Humboldt-Schule weiht neuen Kletterwürfel ein / Zirkus-AG präsentiert Kunststücke

Kinder wollen hoch hinaus

Archivartikel

Viernheim.„Schule ist nicht nur ein Lernort, sondern auch Lebensraum“, sagt der stellvertretende Schulleiter Lutz Ackermann. An der Alexander-von-Humboldt-Schule (AvH) ist dieser Lebensraum vor einigen Wochen mit einem großen bunten Kletterwürfel auf dem Schulhof aufgewertet worden.

Der Förderverein hat daher zur Einweihung des Kletterwürfels die Sponsoren eingeladen, die dazu beigetragen haben, dass das Spielgerät errichtet werden konnte. Seit Mitte Dezember toben die Humboldtschüler um und vor allem auf dem Kletterwürfel herum, der aus fünf Fünfeck-Würfel-Elementen besteht.

Die Idee für das große Außenspielgerät ist schon fast fünf Jahre alt, angestoßen wurde das Projekt von AvH-Lehrer Timm Clausen. Der Kreis als Träger, die Schule und der Förderverein planten den Kletterwürfel zusammen. Warum es ausgerechnet ein Kletterobjekt sein sollte, erklärt Lutz Ackermann: „Es erinnert an Spielgeräte der Grundschule und ist gleichzeitig für ältere Schüler interessant.“ Mit der Kletterwand in der Sporthalle habe man nur gute Erfahrungen gemacht: „Das ist ein sinnvolles Angebot zur Bewegungsförderung.“ Bei einer deutschen Firma, die spezialisiert ist auf Spielplatzgestaltung, hat die AvH das passende Objekt gefunden, im September begannen die Arbeiten.

Förderverein sammelt Spenden

Seit das Gerät drei Monate später frei gegeben wurde, kommen tagsüber oder am Wochenende auch jüngere Kinder zum Klettern auf den Schulhof. „Da profitiert doch die ganze Stadt“, meint Ackermann. Damit die Würfelkonstruktion sicher steht, hat der Kreis Bergstraße das notwendige Fundament bezahlt. Für das, „was man obendrauf sieht“, hatte der Förderverein in den vergangenen Jahren eifrig Spenden gesammelt. Durch die Summen, die Geldinstitute oder Stiftungen zur Verfügung gestellt haben, und kleinere Beträge aus den Spendenboxen kamen insgesamt 25 000 Euro zusammen. „Die Spenden speziell für dieses Projekt ermöglichen es, dass der Förderverein für andere Anliegen weiterhin die Unterstützung wie bisher leisten kann“, sagt Vereinsvorsitzende Conny Platz und bedankt sich ausdrücklich bei allen Unterstützern des Kletterwürfel-Projekts.

„Sie haben ein Signal gesetzt, dass Sie sich nicht nur um ihre eigenen Kinder, sondern um die Schule als Ganzes kümmern“, lobt Landrat Christian Engelhardt die Initiative der Eltern. „Kinder sind doch das Wertvollste und verdienen es, beste Voraussetzungen für ihr Leben zu bekommen.“ Dazu gehöre für den Kreis Bergstraße, sich um die Schulen zu kümmern. „Rund 380 Millionen Euro haben wir in Modernisierung investiert, es stehen noch Maßnahmen für gut 600 Millionen aus“, berichtet Engelhardt. Die AvH in Viernheim stehe oben auf der Agenda, derzeit werde geplant, wie sich die Schule pädagogisch und damit auch baulich entwickeln soll.

Die Feierstunde zur offiziellen Einweihung des Kletterwürfels umrahmen die Schüler. Die Mitglieder der Zirkus-AG zeigen, dass man auch auf Haushaltsleitern gut klettern und darauf Kunststücke machen kann. Der gerade erst gegründete Chor singt den „Gruselsong der Vampire“. Und auch die Flamenco-AG hat ihren ersten Auftritt mit Tanzschritten aus Sevilla. Beispiel für die vielen Kooperationen der Gesamtschule ist das Catering – das haben Neuntklässler zusammen mit Stefan Bürner, dem Chefkoch des „Schlemmernest“, für die Ehrengäste vorbereitet.

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