Viernheim

Ehrenamt Broschüre weist auf 30 Seminarangebote in neun Kommunen hin

Kostenlose Weiterbildung

Archivartikel

Viernheim.Das Projekt ,,Weiterbildung im Ehrenamt“ ist laut Stadtverwaltung eine besondere Form der Engagementförderung und diene der Anerkennung der gesellschaftlich wertvollen Arbeit der Freiwilligen in den Kommunen Viernheim, Lampertheim, Heppenheim, Bensheim, Lorsch, Einhausen, Groß-Rohrheim, Rimbach und Bürstadt. Diese mittlerweile auf neun Städte angewachsene Kooperation biete eine hervorragende Grundlage, um bürgerschaftliches Engagement in diesen Städten zu unterstützen.

Regelmäßig wird eine gemeinsame Broschüre vorgestellt, die Seminare zu verschiedenen aktuellen Themen für Vereine bereithält. In diesem Jahr fand die Pressekonferenz im Rathaus in Rimbach statt, zu der Bürgermeister Holger Schmitt die städtischen Vertreter aus den Nachbarkommunen begrüßte.

Mit dabei waren aus Viernheim Bürgermeister Matthias Baaß, Harald Hofmann vom Amt für Kultur, Bildung und Soziales, Bereich Engagementförderung, sowie seine Kollegin Helena Sattler, die stellvertretend für alle beteiligten Kommunen die Gestaltung der Broschüre übernommen hatte.

Heutzutage müssten Vereinsvorstände eine „hohe Kompetenz“ auf verschiedenen Gebieten mitbringen, heißt es in einer Mitteilung der städtischen Pressestelle. So habe sich ein Vorstand mit Hygienerecht und Sicherheitsauflagen ebenso zu beschäftigen, wie mit Datenschutzvorschriften oder Steuer- und Satzungsrecht. „Aber auch die schwindende Anzahl von Vereinsmitgliedern und die Akquirierung von Nachwuchs stellen die Vereine vor große Herausforderungen.“ Unterstützung in diesen Bereichen biete das kostenlose Programm „Weiterbildung in Ehrenamt“, das mehr als 30 Seminare und Workshops zu aktuellen Themen beinhalte. In Viernheim finden 16 Veranstaltungen statt, unter anderem der Vereinsfrühschoppen an vier Terminen sowie zwei Zukunftswerkstätten.

„Der Austausch unter den Vereinen ist enorm wichtig“, erklärte Harald Hofmann vom Amt für Kultur, Bildung und Soziales. „Die Seminare kommen bei den Vereinen gut an, und die Vereine bekommen das Gefühl, dass ihre Fragen gehört werden.“ Bürgermeister Matthias Baaß würdigte die gute Zusammenarbeit mit den anderen Kommunen und nannte ein Beispiel für gelungene Weiterbildung im Ehrenamt. „Der Viernheimer Frauenchor rief nach einem erfolgreichen Zukunftsworkshop einen Projektchor ins Leben, der sich eines überaus großen Zuspruchs erfreute. Dem Chor haben sich nun einige Sängerinnen auf Dauer angeschlossen.“

Bereits im Jahr 2003 wurde die Engagementförderung durch die Stadt Viernheim ins Rollen gebracht. 2007 stieß Lampertheim dazu. Dann schlossen sich Bensheim, Heppenheim und Lorsch an. Seit 2019 beteiligen sich auch Bürstadt, Einhausen, Rimbach und Groß-Rohrheim. Finanziell gefördert wird das Projekt vom Land Hessen. red

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