Viernheim

Gesundheit Ausstellung im Rhein-Neckar-Zentrum informiert über Influenza und Lungenerkrankungen

Kunden lassen sich vor Ort impfen

Viernheim.. Im Rhein-Neckar-Zentrum mit seinen mehr als 100 Geschäften kann man nicht nur gut einkaufen, es ist auch ein Ort, an dem Unterhaltung und Informationsangebote eine wichtige Rolle spielen. Zuletzt ging es bei einer Ausstellung in der Ladenstraße um das Thema Influenza und Lungenerkrankungen. Am Samstag führten Ärzte vor Ort sogar eine kostenlose Grippeschutzimpfung durch.

Dass solch eine Prävention sinnvoll ist, zeigen nach Angaben der Organisatoren die Zahlen der vergangenen Jahre. Allein während der Grippesaison 2017/2018 gab es 334 000 Fälle von Influenza in Deutschland. Dabei sei es wichtig, zwischen der Grippe, wie die Influenza in der Umgangssprache häufig auch genannt wird, und einem grippalen Infekt, einer Erkältung, zu unterscheiden. Bei einer Influenza handelt es sich um eine ernst zu nehmende Virusinfektion, die jedes Jahr viele Menschenleben fordert.

Gefährdete Personengruppen

Es gibt Personengruppen, für die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts eine Grippeschutzimpfung dringend empfohlen wird, da die Influenza bei ihnen besonders schwer verlaufen kann. Dies gilt zum Beispiel für Personen mit chronischen Erkrankungen oder Menschen ab 60 Jahren. Auch werdende Mütter sollten sich gegen das Influenzavirus impfen lassen, da Schwangere bei einer Infektion ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.

Landrat Christian Engelhardt ist ein Anhänger solcher Schutzimpfungen, wie er bei der Aktion im RNZ betonte. „Man bleibt damit nicht nur selbst gesund, sondern überträgt auch keine Krankheiten. Unsere Mitarbeiter im Landratsamt werden Jahr für Jahr entsprechend informiert und auch zur Prävention aufgefordert.“ Engelhardt würdigte das Informationsangebot im Einkaufszentrum, weil dort viele Menschen für dieses wichtige Thema sensibilisiert werden könnten.

Die Influenzaviren verbreiten sich besonders durch eine Tröpfcheninfektion zum Beispiel beim Husten oder Niesen, aber auch durch so genannte Schmierinfektionen. Fasst eine gesunde Person etwa mit der Hand auf eine kontaminierte Oberfläche und nimmt die Viren durch unbewusstes Berühren des Mundes auf, kann eine Infektion drohen. Die Grippeschutzimpfung sollte jedes Jahr vorzugsweise im Oktober oder November erfolgen, da es nach der Impfung noch zehn bis 14 Tage dauern kann, bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufbaut.

„Die Impfung ist trotz der von Saison zu Saison unterschiedlichen Wirksamkeit die wichtigste Schutzmaßnahme für die besonders gefährdeten Personen“, sagte Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Diana Stolz. „Eine möglichst hohe Durchimpfungsrate in den empfohlenen Zielgruppen der Bevölkerung wäre daher wünschenswert.“

Centermanager Patrick Steidl lobte die Idee für die öffentlichkeitswirksame Aktion im Rhein-Neckar-Zentrum: „Viele Menschen müssen für die Impfung nicht extra zum Arzt gehen, sondern können sich hier in ungezwungener Atmosphäre impfen lassen.“ Danach ging er mit gutem Beispiel voran und ließ sich vom Viernheimer Arzt Marc Häffner eine Spritze geben. Unterstützt wurde der Mediziner von seiner Kollegin Melanie Beier. JR

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