Viernheim

Festgottesdienst II Dirigent Jandl würdigt Komposition

Kurpfälzer Einflüsse

Archivartikel

Viernheim.. Für den Festgottesdienst hat der Kirchenchor Johannes XXIII. die Krönungsmesse ausgewählt, die einen Kurpfälzer Einschlag hat. Als 21-Jähriger lebte Wolfgang Amadeus Mozart für fünf Monate in Mannheim, weil die kurfürstliche Hofkapelle damals als die fortschrittlichste in Europa galt. „Sie bestach durch Neuerungen in der Musik, die heute selbstverständlich sind, aber damals Aufsehen erregten: emotionaler Ausdruck, mitreißende Steigerungen oder extreme Unterschiede in der Lautstärke“, sagt Dirigent Thomas Jandl.

Nach Salzburg zurückgekehrt, wurde Mozart Hoforganist beim dortigen Fürstbischof und war damit auch dazu verpflichtet, Kirchenmusik zu komponieren. Eines seiner ersten Werke in der neuen Stellung war die Messe in C-Dur KV 317, die so genannte Krönungsmesse. Die Erfahrungen aus der Kurpfalz schlagen sich in diesem Werk nieder. „Der Text wird musikalisch ausgestaltet und seine Aussage damit sinnlich erfahrbar gemacht“, betont Jandl.

Der Beiname Krönungsmesse stammt nicht von Mozart und taucht erst im 19. Jahrhundert auf. Musikwissenschaftler vermuteten, dass die Messe entweder zu einer Erinnerungsfeier an die Krönung des Gnadenbildes von Maria Plain bei Salzburg komponiert wurde oder bei der Krönungsfeierlichkeit für Kaiser Franz I. von Österreich aufgeführt wurde. Für Thomas Jandl trägt sie den Beinamen zu Recht: „Durch den Glanz ihrer Musik hebt sie sich als Messe heraus und nimmt schon eine besondere Stellung ein.“ su

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