Viernheim

Kultur Gleichstellungsbüro und FBW präsentieren Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ / Führung am 15. Januar

Lebensbilder von vier Politikerinnen

Archivartikel

Viernheim.Die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ ist von Montag, 13. Januar, bis Freitag, 24. Januar, im Familienbildungswerk (Weinheimer Straße 44) zu sehen. Anlass für die Präsentation ist das 30-jährige Bestehen des früheren Frauen- und heutigen Gleichstellungsbüros der Stadt Viernheim. In den darauffolgenden Wochen werden die Exponate in der Friedrich-Fröbel-Schule, der Albertus-Magnus-Schule und beim Verein Lernmobil gezeigt.

Vorgestellt werden die „Mütter des Grundgesetzes“ am Mittwoch, 15. Januar, 17 Uhr, bei einer Führung mit Christine Klein im FBW. Klein ist Vorsitzende des Vereins Frauenhaus Bergstraße, eine der ersten Trägerinnen des Helene-Weber-Preises und Sprecherin des Helene-Weber-Netzwerkes, dem bundesweiten, parteiübergreifenden Netzwerk von Kommunalpolitikerinnen.

Wahlrecht für Frauen ab 1918

„Über 100 Jahre ist es her: Am 30.11.1918 trat das aktive und passive Wahlrecht für Frauen in Kraft. Am 19.1.1919 konnten Frauen das erste Mal wählen und gewählt werden“, betont die städtische Presse- und Informationsstelle in einer Mitteilung zu der Ausstellung.

Weitere 30 Jahre später kämpften parteiübergreifend die „Mütter des Grundgesetzes“ für die Verankerung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der deutschen Verfassung. Es handelte sich dabei um Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel. Auf ihren Einsatz geht Artikel 3, Absatz 2, des Grundgesetzes zurück, der besagt: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“

„Politische Teilhabe ist auch heute noch – wie in vielen anderen beruflichen Bereichen – von Unterrepräsentanz der Frauen gekennzeichnet“, heißt es in der Ankündigung. So sind von den 45 Viernheimer Stadtverordneten zwölf weiblich (27 Prozent), unter den 13 Viernheimer Magistratsmitgliedern sind zwei Frauen (15 Prozent). Im hessischen Landtag sind Frauen mit einem Anteil von knapp 34 Prozent der gesamten Mandatsträger und im Bundestag mit knapp 31 Prozent vertreten.

In der Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ werden Lebensbilder der vier Politikerinnen gezeigt, die laut Stadt „als Mitglieder des Parlamentarischen Rates wesentlich zum Entstehen des Grundgesetzes und zu der verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beigetragen“ haben. Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zu Beginn gibt es einen kleinen Imbiss für die Teilnehmer. red

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