Viernheim

Kirche 50 Firmlinge aus Johannes XXIII. und St. Hildegard-St.Michael erhalten das Sakrament

„Liebe zueinander macht Christen aus“

Archivartikel

Viernheim.„Wer weiß denn sowas?“, fragte Domdekan Heinz Heckwolf in Anlehnung an eine gleichnamige Fernsehsendung. Die richtige Antwort auf die Frage, woran man einen Christen erkenne, erhielten die Gottesdienstbesucher in der Predigt der Firmgottesdienste.

50 Firmlinge, darunter auch aus dem Glaubenskurs für Erwachsene, bekamen das Sakrament der Firmung gespendet. Die Gemeinde Johannes XXIII. feierte den Firmgottesdienst am Samstagabend, am Sonntagmorgen war die Messe für die Firmlinge von St. Hildegard-St. Michael. Musikalisch umrahmt wurden die Gottesdienste von der Gruppe „Scivias“ und (samstags) vom Jugendchor der Pfarrei Johannes XXIII. zusammen mit einigen Firmlingen.

„Getauft und gefirmt zu sein, das kann man einem ja nicht ansehen“, suchte Domdekan Heckwolf nach anderen Antworten, woran man einen Christen erkenne. So mache Christen nicht allein ihre Frömmigkeit und ihr Beten, nicht ihr Reden über den Glauben und nicht das Achten der Gebote aus, sondern vor allem die Liebe zueinander. „Im Johannes-Evangelium steht dieses Gebot Jesu“, erinnerte Heckwolf.

Wie aber sei diese Liebe umzusetzen? Immer freundlich und nett zu allen zu sein, jeden sympathisch zu finden, und ja jeden Streit zu vermeiden? „Liebe in Jesu Sinn heißt, solidarisch und respektvoll miteinander umzugehen. Das ist die Quintessenz des Glaubens“. Die Firmung sei die Einladung, nach dieser Vorgabe zu leben.

Kurse zur Vorbereitung

„Ihr seid bereit, dieses Gebot der Liebe Jesu in eurem Leben umzusetzen“, fasste der Domdekan zusammen. Das Sakrament der Firmung spendete er durch die Salbung mit Chrisam und den Worten „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Auf die Firmung hatten sich die Firmbewerber in drei Kursen zusammen mit Katecheten vorbereitet. Die Jugendlichen der Pfarrei St. Hildegard-St. Michael starteten mit den Besinnungstagen und ließen Themenabende folgen.

Auch die Gemeinde Johannes XXIII. lud die Jugendlichen zu Glaubenstagen ein, in denen dem eigenen Glauben nachgespürt wurde. Die Erwachsenen gingen in Gruppentreffen den Fragen nach dem Leben im christlichen Glauben nach. Am Ende stand die Bekräftigung, das Sakrament empfangen zu wollen. „Firmung bedeutet, erwachsen zu werden im Glauben“, gratulierte Kaplan Christian Kaschub. su

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