Viernheim

Skiclub Wandergruppe genießt Natur rund um den Königstuhl / Schlussrast in der Heidelberger Kulturbrauerei

„Lied des Waldes“ erklingt

Archivartikel

Viernheim.Die Teilnehmer der Winterwanderungen des Skiclubs schätzen die Touren aus zwei Gründen: Zum einen fordern sie eine sportliche Leistung, zum anderen präsentieren sie Natur und Geschichte einer schönen Landschaft. So war es auch bei der jüngsten Wanderung auf den Höhen über Heidelberg, die Georg Broos führte. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Linienbus gelangte die Gruppe zum Königstuhl.

Bei herrlichem Wetter mit Sonne und strahlend blauem Himmel erkundete die Gruppe die umliegende Natur. Mit 568 Metern Höhe ist der Königstuhl die höchste Erhebung des Heidelberger Stadtgebiets und zugleich die höchste Stelle des südlichen Odenwaldes. Von hier kamen die Viernheimer Wanderer auf der „Via Naturae“, einem Erlebnispfad mit vielen wertvollen Hinweisen auf das Leben im Forst, zu einem „Waldinstrument“. Mit mehreren Metallrohren und Holzstäben konnten die Ausflügler dort eine ungewöhnliche Melodienfolge als „Lied des Waldes“ erzeugen.

Grandiose Aussicht

Mächtige Baumstämme säumten den Weg, die Kinder gerne als natürliche Spielgeräte nutzen. An der Wegkreuzung „Hohler Kästenbaum“ steht eine Hütte, an der die Viernheimer eine kurze Rast mit einem Umtrunk einlegten. Anstelle der üblichen Wegweiser trifft man hier immer wieder auf große Granitblöcke, die die jeweilige Richtung vorgeben.

Der Wanderweg führte immer sanft bergab zur Rindenhütte, die ein Förster im Jahr 1800 gebaut hatte. Der Platz an der Hütte ist besonders beliebt, weil man von dort die beste Aussicht auf Heidelberg hat und die Landschaft um Mannheim bis hin zu den Pfälzer Bergen sehen kann.

Als die Viernheimer Wandergruppe zur Molkenkur kam, verweilte sie kurz an der berühmten „Himmelsleiter“. Auf ihr sind von der Molkenkur bis zum Königstuhl die 270 Höhenmeter auf 1200 ungleichen Treppen aus grob behauenem Sandstein zu bewältigen. Die „Himmelsleiter“ gibt es bereits seit 1844. Sie wurde von Bezirksförster Adam Laumann angelegt. Auf fast jedem Schritt begegnet man bei der Wanderung Hinweisen auf die Heidelberger Geschichte. Die erste Burg Heidelbergs stand auf dem Platz der heutigen Molkenkur. Heute sieht man jedoch von der Burganlage nur noch den 800 Jahre alten Burggraben. Von hier kamen die Skiclub-Mitglieder zu einem Aussichtsplatz oberhalb des Heidelberger Schlosses, und über gut ausgebaute Treppen ging es schließlich hinab in die Heidelberger Altstadt. Ziel der Wanderung war die Kulturbrauerei Heidelberg, wo die Wanderung nach neun Kilometern bei einem gemeinsamen Mittagstisch endete.

Die landschaftliche und geschichtliche Vielseitigkeit mache die Gemarkung Heidelberg zu einem der wichtigsten Plätze des Unesco-Geoparks Bergstraße-Odenwald, teilten die Organisatoren der Wanderung mit. Abschließend dankten die Teilnehmer Georg Broos für eine erlebnisreiche Unternehmung. H.T.

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