Viernheim

Rosenmontag Kleine Narren haben ihren Spaß und feiern ausgelassen Fasching / Drei Veranstaltungen

Limbo als Herausforderung

Viernheim.Die kleinen Prinzessinnen, Pippi Langstrumpf, Leoparden, Polizisten und Indianer schnappen sich die Luftballons und erobern die Spielfläche, ehe es richtig losgeht. Die kleinen Narren halten ihren Ballon ganz fest, die größeren Mädchen werfen ihn sich zu und die Jungs, stilecht in den passenden Trikots, benutzen den Ballon als Fußball. Dann endlich kündigt sich der hohe Besuch an. Mit kräftigen Ahoi-Rufen zieht der Elferrat der „Großen Drei“ mit Prinzessin Alina I. im Paul-Volk-Haus ein – am Rosenmontag feiern dort nämlich traditionell die jüngsten Viernheimer Narren.

Die „echte“ Prinzessin wird direkt umschwärmt, die Mädchen und Jungen bestaunen das dunkelblaue Kleid. Und dass man mit der großen Robe ganz wunderbar tanzen kann, zeigt Alina den Kindern auch gleich. Die KjG St. Michael lädt den Elferrat nämlich zum Limbo-Tanzen ein, und die Prinzessin wagt sich als erste unter dem gespannten Seil durch. Klar, dass ihr die kleinen Gäste folgen und sich ebenfalls als Limbo-Tänzer versuchen. Getanzt wird beim Kinderfasching aber noch viel mehr: Das „Fliegerlied“ fehlt natürlich nicht, die Kleinen springen so hoch wie eine Giraffe und fliegen wie die Flieger. Auf kleinstem Raum müssen sich die Mädchen und Jungen beim Zeitungstanz bewegen. Und wofür man eine Rolle Toilettenpapier noch benutzen kann, probieren die Kinder aus: Beim Mumien-Wickeln haben sie Heidenspaß.

Beste Stimmung war am Fastnachtssamstag auch bei der KjG St. Aposteln angesagt. Die kleinen Narren treffen sich im Pfarr- und Jugendheim zur närrischen Sause. Auch hier haben die Jugendlichen ein Seil gespannt, aber nicht zum Limbo-Tanzen. An der Schnur hängen vielmehr Brezeln, die angeknabbert werden müssen. Die Bienchen, Clowns, Kleopatra und Superman finden außerdem heraus, wer bei der „Reise nach Jerusalem“ als letztes übrigbleibt. Und natürlich besucht auch Alina I. den Kinderfasching.

Im Gepäck hat sich nicht nur den Elferrat, sondern auch ein besonderes Mitmach-Lied. Zu „Tschu Tschu Wa“ von Markus Becker strecken Narren die Hände, machen Fäuste, ziehen Daumen und Schultern hoch, heben den Kopf nach oben, schieben den Po nach hinten und strecken die Zunge raus: „Tschu Tschu Wa“. Am Rosenmontag ist auch das Bürgerhaus fest in Narrenhand – auch wenn es ziemlich kleine Hände sind. Unzählige Kinder sind mit Mama, Papa, Oma und Opa gekommen, um beim CdG-Kinder-Maskenball ordentlich Fastnacht zu feiern. Clown Heiko hält die kleinen Narren bei Laune, große Tanzrunden auf der Bühne wechseln sich mit lustigen Spielen ab. Beim Eierlaufen oder beim Ballontanz gibt es aber nur Sieger, die sich über süße Preise freuen dürfen. Zweimal dürfen die Marienkäfer, die Feen, die Einhörner, die Ninjas, die Ritter oder Katzen einfach nur zuschauen und genießen. Denn beim Kindermaskenball des CdG tritt auch die eigenen Garde auf. Als Erstes wirbeln die „Konfettis“ mit ihrem Bibi-Blocksberg-Schautanz über die Bühne, dann legt die Sternengarde ihren Gardetanz aufs Parkett.

Und dann kommt auch noch die „Chefin“ der Fastnachter zu Besuch: Auf ihrer Tour macht die CdG-Prinzessin Jana I. mit dem Elferrat einen kurzen Stopp im Bürgerhaus – und lässt es sich nicht nehmen, mit den kleinen Narren zu schunkeln, zu spielen und zu tanzen. Und was singt der Elferrat mit den Kindern? „Tschu Tschu Wa“ – keine Frage also, was der Fastnachtshit 2018 bei den jüngsten Narren ist.

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