Viernheim

Jahreshauptversammlung Jusos Bergstraße setzen auf Politikwechsel in Hessen / Philipp Ofenloch als Vorsitzender bestätigt

Lobbyisten für die Zukunft

Archivartikel

Viernheim.„Wir haben uns die große Koalition nicht gewünscht. Aber wir müssen das Ergebnis nun akzeptieren, in Zukunft weiterhin zusammenstehen und für sozialdemokratische Mehrheiten kämpfen, weil ohne uns das Land nicht sozial gerechter wird und Ungleichheiten weiter bestehen bleiben werden“, appellierte der Juso-Vorsitzende Philipp Ofenloch an die Anwesenden in seinem Rechenschaftsbericht über die jüngsten Aktivitäten der Jusos. Anlass hierzu war die Jahreshauptversammlung der Jusos Bergstraße in der Kulturscheune in Viernheim.

Einstimmg haben die Mitglieder den Bürstädter wieder an die Spitze gewählt. Unterstützung erhält Ofenloch von seinen Stellvertretern Nadja Hartmann (Lorsch) und Maximilian Rühl (Lampertheim). Im Amt der Kassiererin wurde Alicia Hanf (Viernheim) bestätigt. Serkan Öztas (Lampertheim) wurde erneut zum Schriftführer bestimmt, und als Beisitzer wurden Sven Giörtz (Einhausen), Julian Glanzner (Einhausen), Lara Strubel (Lampertheim), Dorothea Liesenberg (Heppenheim), Philip Ullmann (Bensheim), Tarek Stucki (Viernheim) und Marjan Hariri (Heppenheim) gewählt.

Hoffnungsträger Marius Schmidt

Nach der kräftezehrenden Diskussion um das Zustandekommen der großen Koalition wollen die Jusos nun die Regierungsarbeit kritisch verfolgen und erwarten, dass das vertraglich Geregelte auch tatsächlich umgesetzt wird. Mit Blick auf die eigene Partei erhoffen sich die Jusos, dass den Worten um die Erneuerung der Partei nun auch Taten folgen. Die richtigen Signale sende hingegen die SPD im Kreis, wo der Erneuerungsprozess bereits im vollen Gange sei.

„Mit Marius Schmidt haben wir einen jungen Kandidaten für die kommende Landtagswahl, der nur gerade so dafür brennt, durch Politik das Leben der Menschen zu verbessern und der frischen Wind nach Wiesbaden bringen würde“, so Ofenloch. Gemeinsam mit Karin Hartmann als Kandidatin für den Wahlkreis Ost könne die SPD Bergstraße den Wählern einen attraktiven Mix aus langjähriger Erfahrung und neuen Ideen anbieten.

Schmidt, der bis zum November vergangenen Jahres selbst die Jusos angeführt hatte, dankte diesen in seinem Grußwort für ihr Engagement und bezeichnete sie als „Zukunftslobbyisten im allerbesten Sinne“. So verwies er darauf, dass sich die Jusos bereits 2014 für die Besteuerung von Plastiktüten eingesetzt hätten, während heute in vielen Geschäften für eine zusätzliche Tüte bezahlt werden müsse. Auch sei die Forderung nach sozialem Wohnungsbau schon lange ein Schwerpunkt bei den Jusos. Im hessischen Landtag möchte er sich im Falle seiner Wahl dafür stark machen, dass mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. „Die hessische Landesregierung hat hier zu lange geschlafen. Alleine im Kreis Bergstraße sind 1800 Haushalte auf Wohnungssuche“, verdeutlichte Schmidt den Bedarf.

Damit stieß er in das gleiche Horn wie der SPD-Nachwuchs, der auf einen Politikwechsel in Hessen nach der Landtagswahl am 28. Oktober hofft. „Wer es in über 19 Jahren nicht schafft, ausreichend Wohnraum zu schaffen, für mehr Chancengleichheit in der Bildung zu sorgen, Inklusion voranzutreiben oder genügend in den Straßenbau zu investieren, der schafft das auch in Zukunft nicht. Deshalb gehört die CDU an der Regierung endlich abgelöst“, zeigte sich Vorsitzender Ofenloch kämpferisch.

Die nächste Veranstaltung der Bergsträßer Jungsozialisten findet am 11. April um 19 Uhr im Restaurant Gossini, Graben 5, in Heppenheim statt. Gemeinsam mit der SPD Bergstraße und den Jusos Hessen-Süd wollen sie der Frage nachgehen, wie im Kreis Bergstraße mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann. red

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