Viernheim

Mitgliederversammlung Afrikaverein Focus wählt Vorstand / Berichte über Zustände in Partnerstadt

Mangel an Ausstattung und Hygiene

Archivartikel

Viernheim.Beim Afrikaverein Focus wird Kontinuität großgeschrieben. Das trifft sowohl auf die zahlreichen Projekte zu als auch auf die Vorstandsarbeit. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden die Aktivitäten vorgestellt, ein Überblick über die positive Kassenlage gegeben und bei den Neuwahlen der Vorstand mit einer Ausnahme im Amt bestätigt. Käthe Engelfried wurde nach 25 Jahren im Führungsgremium, dem sie als Schatzmeisterin und Beisitzerin angehörte, offiziell verabschiedet. Die Nachfolge tritt Christina Jochim an. Wiedergewählt wurden Klaus Hofmann (Erster Vorsitzender), Judith Lipp (Zweite Vorsitzende), Bernhard Finkbeiner (Kassier), Wolfgang Pachner (Schriftführer) und mit Manfred Weidner, Gerrit Lohmann und Stephanie Marhoffer drei weitere Beisitzer. Wolfgang Rodig und Peter Klotz wurden zu Kassenprüfern bestimmt. Das Hauptaugenmerk des Vereins liegt auch im 25. Jahr der Städtepartnerschaft mit Satonévri und jetzt Silly auf der direkten Hilfe.

Ausführlich informiert

Hofmann informierte in seinem Rechenschaftsbericht ausführlich über den aktuellen Stand bei den verschiedenen Projekten wie „Ein Kind – ein Baum“, die Ausstattung der Schulen, das Berufsbildungszentrum und die Trinkwasserversorgung, bei der die Bevölkerung ganz eng eingebunden ist und auch einen finanziellen Beitrag leisten muss. Hierbei sei man auf einem guten, aber nicht immer einfachen Weg. Weniger erfreulich waren die Informationen, die Wolfgang Pachner über die Zustände beim Gesundheitswesen präsentierte. Anhand von Bildern wurden die herrschenden Mängel aufgezeigt. Das Dilemma fängt bei der Ausstattung der Sanitätsstationen an und reicht bis zur Hygiene. „Global denken – lokal handeln“, dieser Spruch des damaligen Viernheimer Bürgermeisters Norbert Hofmann anlässlich der Gründung der Städtepartnerschaft ist aktueller denn je. Mittlerweile kümmern sich viele Projekte von Focus und der Partnergemeinde Silly in Westafrika um Probleme, die eigentlich auf höheren Ebenen gelöst werden müssten.

Drei Dörfer

Viel Engagement ist in die Zusammenarbeit mit den drei Dörfern Sadouin, Tonon und Névri geflossen. Doch mit der Zeit wuchs die Einsicht, dass es in der Landgemeinde Silly, zu der die drei Dörfer gehören, einen ebenso großen Bedarf an Unterstützung gibt. So wurde 2013 die Zusammenarbeit auf das gesamte Gebiet von Silly ausgedehnt. Unterstützt wird das Engagement von zahlreichen Spenden und Zuschüssen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie der Stadt Viernheim. JR

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