Viernheim

Tischtennis 314 Teilnehmer bei achtem Daniel-Morsch-Turnier des TSV Amicitia / Einbahnstraßensystem für Spieler

Matchball nach Mitternacht

Archivartikel

Viernheim.Mitten in der Nacht, viel später als geplant, fällt die letzte Entscheidung beim Daniel-Morsch-Cup. In der Mannschaftskonkurrenz der Herren C sind die Partien hart umkämpft und strecken sich manchmal über fünf Sätze. Aber dann halten die Sieger endlich die Pokale in den Händen.

314 Teilnehmer begrüßte die TSV-Amicitia-Tischtennis-Abteilung um den verantwortlichen Abteilungsleiter Elmar Graefen zum achten Daniel-Morsch-Turnier. In mehreren Wettbewerben wurden an drei Tagen die Turniersieger ermittelt. Daniel Morsch war 2008 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Schon in jungen Jahren engagierte er sich sehr stark im Vereinsleben der TSV-Amicitia-Tischtennisabteilung. Um ihn für den sozialen und gemeinschaftlichen Aspekt, den er lebte, zu würdigen, wurde das Turnier ins Leben gerufen und nach ihm benannt.

Der Daniel-Morsch-Cup zählt zu den größten Tischtennis-Veranstaltungen in der Region, zahlreiche Sportler nehmen weite Anreisen auf sich, um sich mit anderen Spielern am Tisch zu messen. In Zeiten der Corona-Pandemie sind die Turniere ohnehin rar gesät, so dass sich ein großes Teilnehmerfeld in der Sporthalle der Alexander-von-Humboldt-Schule traf. Das Turnier wurde mit strikten Hygieneregeln durchgeführt – ein Einbahnstraßensystem lotste die Sportler durch die Halle. Nach jeder Partie wurden die Tische desinfiziert.

Den Auftakt am Freitag machten die Senioren und die Damen, 57 Sportler traten zu den Wettbewerben an. Bei den erfahrenen Herren hießen die Sieger Uwe Stingl (Senioren C), Holger Knebel (Senioren B) und Hassan Dogru (Senioren C). Im Doppel setzten sich Marian Andryszczak/Stefan Auras, Holger Knebel/Michael Seel sowie Erwin Schnelldorfer/Peter Schillinger durch. Bei den Damen schaffte die Viernheimerin Maria König gleich zweimal den Halbfinaleinzug, im Doppel mit Lisa Metzger und auch in der starken Einzelkonkurrenz. „Der dritte Platz ist mehr als beachtlich“, freute sich Elmar Graefen mit.

Sieg für Gastgeber

Der Turniersamstag wurde mit 207 Teilnehmern in den Einzel- und Doppelkonkurrenzen der Herren A, B, C und D gefüllt. Da konnte der Gastgeber sogar einen Turniersieg feiern – Dennis Dolshenko und Frank Heimberger vom TSV Amicitia gewannen das Doppel bei den Herren C. Im Einzel verpassten beide den Sprung in die Platzierungsspiele. Es gewann Ahmad El Haj Ibrahim. Bei den Herren D siegte Wolfgang Ehrlich im Einzel und Huy Tran/Uwe Werner im Doppel.

Den Herren-B-Wettbewerb entschieden Alexander Swerdlik und Jonathan Fuchs/Atakaan Kökten für sich. Die Spieler mit den meisten Punkten in der Tischtennis-Rangliste trafen bei den Herren A aufeinander, gleich mehrere Akteure mit über 2000 Punkten waren am Start.

Der Punktbeste, Dauud Cheaib aus Stuttgart, der sich unter den besten 500 der Weltrangliste befindet, musste sich im Finale knapp Oliver Both (TTC Weinheim) geschlagen geben. Im Doppel holten sich Björn Baum/Peter Beranek die Siegertrophäe.

Die meisten Spieler nahmen auch am dritten Turniertag wieder teil, als der Mannschaftswettbewerb auf dem Plan stand. 184 Akteure,in 92 Mannschaften, waren gemeldet. Die zwei Spieler ermittelten in Einzeln und Doppeln die Sieger.

Bei den Herren D konnte das TSV-Amicitia-Duo Manuel Graefen/Felix Winkenbach seinen Titel nicht verteidigen, freute sich aber über den zweiten Platz. Jonathan Fuchs/Atakaan Kökten machten den Doppelsieg bei den Herren B perfekt, gewannen auch den Mannschaftswettbewerb.

Die Herren-C-Konkurrenz dominierten Mahmoud und Ahmad El Haj Ibrahim (VfL Herrenberg). Nach mehreren Runden bei den Herren A standen ebenfalls die Sieger fest, Martin Andersen aus Kleinsteinbach/Singen und Aleksa Gacev aus Wöschbach setzten sich gegen starke Konkurrenten durch. su

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