Viernheim

Zauberkunst Christian Fontagnier verblüfft Publikum mit seinen Tricks / Geburtstag und Telefonnummer erraten

Mentalmagier blickt in die Köpfe

Viernheim.„Jackpot“ ruft Christian Fontagnier – das Publikum hat sechs Richtige plus Superzahl korrekt getippt. Schade nur, dass der Mentalmagier die Kreuzchen auf dem Lottoschein schon 2017 gemacht hat.

An einen Millionengewinn denken die Zuschauer nicht – vielmehr fragen sie sich, wie die richtigen Kreuzchen auf den Tippzettel kommen. Willkürlich ausgewählte sechs Zuschauer haben Schuhgröße, Geburtstag, Hausnummer oder einfach ihre Lieblingszahl genannt. Und dann zieht Zuschauerin Johanna auch noch die passende Superzahl 0 aus dem Beutel und macht den vermeintlichen Lottogewinn perfekt.

Er verblüfft mit seiner Mentalmagie und zaubert sich am Ende selbst den Konfettiregen: Christian Fontagnier hat das Publikum im TiB völlig begeistert. Der Verein „Chaiselongue – Kunst und Soziales“ hatte den gebürtigen Viernheimer für ein Heimspiel gewinnen können. Die Karten waren schnell restlos ausverkauft, so groß war das Interesse an der besonderen Zauberkunst. Die meisten Zuschauer lassen sich völlig auf die Darbietung ein und genießen einfach die Mentalmagie. Andere sind skeptisch, interessiert, neugierig und versuchen, hinter das Geheimnis der Tricks zu kommen.

Doch es ist eben nicht zu erklären, wie eine zufällig ausgewählte Telefonnummer auf einem Zettel steht, der erst einmal aus einem aufgeblasenen Luftballon geholt werden muss. Oder wie er nicht nur Geburtstag, sondern auch Geburtsstunde eines Zuschauers wissen kann. Oder wie die Uhr, verpackt in einer Tüte, auf die Minute genau die Uhrzeit anzeigt, die eine Zuschauerin spontan nennt.

Buchseite verschwindet

Schon mit dem ersten Experiment hinterlässt Christian Fontagnier ein sprachloses Publikum. Zuschauerin Margot denkt sich eine Zahl aus. Währenddessen füllt der Magier ein Blatt mit 16 Kästchen mit Zahlen aus. „Nein, meine Zahl ist nicht dabei“, meint Margot, und der Trick scheint misslungen. Doch Fontagnier lächelt verschmitzt: „Auf den ersten Blick nicht.“ Tatsächlich ergibt die Summe aus vier Zahlen – senkrechte Reihen, waagrechte, diagonale, Eckzahlen und jedes kleine Quadrat – die gesuchte Zahl 87.

Während Fontagnier herausfindet, dass sich Zuschauer Gerhard die Stadt Weinheim, als Farben Grün und Blau und den Code C7 ausgesucht hat, verrät er so nebenbei noch den Geburtstag des Kandidaten. Die junge Zuschauerin Clara sucht sich in einem Comic eine Seite aus und merkt sich, was in der Sprechblase steht. Als sie kontrollieren will, ob der Zauberer mit „Ahhh.., Zzzz...“ richtig liegt, ist die Seite aus dem Buch verschwunden.

Ein anderes Mal weiß er genau, welchen Begriff die Zuschauer aus einer Tüte ziehen. Das Publikum ist nahezu fassungslos: Kann er tatsächlich Gedanken lesen oder einfach die Gedanken der Besucher beeinflussen? Bei manchen Zuschauern scheint er eine besondere Verbindung aufzubauen. Zumindest führen sie sich auf sein Kommando mit „Yes we can“ wie Barack Obama auf oder haben verlernt, ordentlich zu zählen und lassen einzelne Zahlen wie selbstverständlich weg.

Zuschauer Michael schätzt die Anzahl Bonbons in einem Glas und verrät dem Mentalmagier sein Hobby. Staunend liest er anschließend den Zettel vor, den ihm der Magier gibt: „Ich bin Michael, mein Hobby ist Triathlon, und in der Dose befinden sich 61 Bonbons.“ Den magischen Brief zerreißen Zuschauer und Zauberer gemeinsam in viele kleine Stücke und stellen sich selbst in einen nicht enden wollenden Konfettiregen.

Nicht enden will auch der Applaus des verblüfften und völlig verzauberten Publikums. Nach zwei magischen Stunden hinterlässt Christian Fontagnier, wie nahezu alle Zauberkünstler, restlos begeisterte Zuschauer – und viele von ihnen fragen sich auf dem Heimweg: „Wie hat er das gemacht? Wie kann der das wissen?“

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/viernheim

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