Viernheim

Friedrich-Fröbel-Schule Viertklässler und Eltern lernen beim Tag der offenen Tür die verschiedenen Bildungsgänge kennen / Mitmachaktionen der Fachbereiche

Modelle machen Geschichte anschaulich

Archivartikel

Viernheim.„Lernt man hier richtig kochen?“, fragt ein Junge staunend. Martina Schuch nickt: „Zumindest einige Grundrezepte.“ Die Lehrerin erzählt den Viertklässlern, dass sich im Fach Hauswirtschaft viel um Ernährung dreht, wo die Nahrungsmittel herkommen und wie sie angebaut werden.

Beim Tag der offenen Tür in der Friedrich-Fröbel-Schule (FFS) bekommen die Schüler der vierten Klassen und ihre Eltern einen Einblick in das Angebot der Mittelstufenschule. „Wir wollen zeigen, wie der Unterricht in den einzelnen Fächern abläuft“, stellt Schulleiter Markus Taube das Programm vor. Die Viertklässler hatten die FFS schon mit ihren Grundschulklassen besucht, direkt im Anschluss an den Tag der offenen Tür gibt es zusätzlich noch einen Informationsabend für alle Eltern.

Bevor die Grundschüler die Mitmachaktionen und Angebote der verschiedenen Fachbereiche erkunden, hören Eltern und Kinder einem kurzen musikalischen Programm im Foyer zu, wo ältere Schüler singen und die Schülerband ihr Können zeigt. Danach teilen sich Mamas, Papas und die Grundschüler auf und gehen in verschiedenen Führungen durch das Schulhaus zu den Räumen der Fachbereiche, der Arbeitsgemeinschaften und zu den Informationsständen der Kooperationspartner wie der Elisabeth-Selbert-Schule, die ihren berufsbezogenen Unterricht vorstellt.

„LRS ist gar nichts Schlimmes“, erzählt ein Schüler der fünften Klasse vor allem den Eltern. Alle ehemaligen Grundschüler werden auf die Lese-Rechtschreib-Schwäche getestet und anschließend entsprechend gefördert. „Man lernt dann viel besser, wie man Wörter richtig schreibt“, berichtet der Fünftklässler den Anwesenden.

Gemeinsamer Unterricht

Im Klassenzimmer der Mathe-Fachschaft liegen Klassenarbeiten in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen als Beispiele aus. „In den Hauptfächern wird zwischen Aufgaben im Grundniveau und im erweiterten Niveau unterschieden“, erläutert die stellvertretende Schulleiterin Silke Seitz. In den ersten zwei Jahren auf der weiterführenden Schule werden die Kinder gemeinsam unterrichtet und schreiben verschiedene Klausuren. Später werden die Klassen in den praxisorientierten Bildungsgang mit Hauptschulabschluss als Ziel und dem bildungsorientierten Bildungsgang zum Realschulabschluss hin aufgeteilt.

Geschichte wird anschaulich durch die selbstgebauten Modelle des alten Ägypten mit Pyramiden oder der mittelalterlichen Burgfestungen mit Rittern. „An solchen Modellen wie dem Limes kann man auch einen Angriff der Germanen gegen die römische Besatzung nachstellen“, erklärt Lehrer Peter Long einen zusätzlichen Nutzen der Projektarbeiten.

Im Fach Englisch drehen sich die Rätsel schon um das Weihnachtsfest, der Religionsunterricht zeigt den „Raum der Stille“ und bei Musik stellt sich die Gitarrenklasse vor, die in Zusammenarbeit mit der Viernheimer Musikschule angeboten wird. Im Trakt der Naturwissenschaften können die Grundschüler nicht nur einfache Dinge unter dem Mikroskop anschauen, Lehrer Thomas Joachim hat gleich zwei Mitmach-Experimente vorbereitet. Die Linien und Kreise, die die Viertklässler mit einem Filzstift auf Filterpapier zeichnen, zerlaufen im Wasser in viele verschiedene Farben – damit haben sie die Chromatografie kennengelernt. Und über einem Bunsenbrenner erhitzen die Mädchen und Jungen vorsichtig Zucker, mit einem Schuss Kaffeesahne wird daraus leckeres Karamell.

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