Viernheim

Kultur Benefiz-Weihnachtskonzert für Jugendarbeit / Klassiker in swingendem Arrangement

MSC Big Band wechselt geschlossen zum THW

Archivartikel

Viernheim.Die Benefiz-Adventskonzerte der MSC-Big Band unter der Leitung von Albert J. Hofmann sind längst zur vorweihnachtlichen Tradition geworden. So begeisterte das Instrumentalensemble auch in diesem Jahr wieder mehr als 200 Gäste in der restlos besetzten Alten TSV-Halle mit Stücken aus Funk, Blues und Soul sowie mit bekannten Weihnachtsliedern in swingendem Arrangement. Gemeinsam mit dem Gesangsduo bestehend aus Christa Allert und Martin Seifarth präsentierte die Band ihr Programm mit dem Titel „Moonlight Serenades“. Bandleader Albert Hofmann gab zudem noch eine überraschende Neuigkeit bekannt.

So berichtete Hofmann dem Publikum kurz vor der Pause des Konzerts, dass die MSC-Big Band bisher die Räumlichkeiten der Entsorgungsfirma seines Bruders Wolfgang Hofmann für die Proben nutzen konnte. Da Wolfgang Hofmann die Firma nun im Sommer geschlossen hat (wir berichteten), musste sich die Band auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten machen. Dabei kam über den Saxofonisten Ernst Kauder der Kontakt zur Viernheimer Ortsgruppe des Technischen Hilfswerkes (THW) zustande.

Hilfswerk bundesweit vertreten

Bei Gesprächen mit dem Viernheimer THW-Ortsbeauftragten Volker Patzwald zeigte dieser sich aufgeschlossen, die Bigband in den Räumlichkeiten der Viernheimer THW-Zentrale proben zu lassen. Im Gegenzug wird die Big Band nun ab sofort als „THW Big Band“ auftreten. Die Band kann für ihre Auftritte auch auf Dienstfahrzeuge des Hilfswerkes zurückgreifen. Die 21 Musiker der Band sind hierzu bereits dem THW beigetreten. Außerdem wird das Ensemble die Hilfsorganisation als deutschlandweit einzige THW-Band bei verschiedenen Veranstaltungen bundesweit vertreten. „Wir planen bereits jetzt etwa unter neuem Namen einen Auftritt beim Hessentag im kommenden Jahr“, verriet Hofmann stolz.

Auch musikalisch hatte die Bigband wieder ein bunt gemischtes Programm zu bieten. Im ersten Teil des Konzertes präsentierten die Musiker den Besuchern eine Mischung aus Funk und Soul. So begeisterte Sängerin Christa Allert das Publikum passend zum Motto des Konzerts mit Glenn Millers „Moonlight Serenade“. Die Sängerin überzeugte dabei mit ihrer souligen Stimme, ihrem charismatischen Auftreten und einer außergewöhnlich guten Abstimmung mit den Instrumentalisten der Bigband.

Der Sänger Martin Seifarth, bekannt als Moderator eines lokalen Rundfunksenders, glänzte mit einer stimmgewaltigen Darbietung des Sinatra-Klassikers „My way“. Auch Seifarth überzeugte mit seiner Bühnenpräsenz und leidenschaftlichem Gesang. Im Duett gelang Seifarth und Allert mit Michael Jacksons Welthit „Blame it on the Boogie“ ein sehr gelungener Auftritt. Bei den Wechseln zwischen Instrumental- und Gesangspassagen zeigte sich erneut die gute Harmonie zwischen Gesangssolisten und Band.

Einen Höhepunkt bildete darüber hinaus der gemeinsame Auftritt der Sänger und den Nachwuchskünstlern Neo und Lilli Allert. Die beiden Kinder von Sängerin Christa Allert traten als Solisten mit Saxofon (Neo) und Klarinette (Lilli) bei der Darbietung des Jazz-Titels von Sade, „Smooth Operator“, in Erscheinung. Dabei glänzten die beiden jungen Künstler mit einem souveränen Auftritt, gemeinsam mit der Band und den Sängern brachten sie den swingenden Charakter des Songs hervorragend zur Geltung.

Erstaunliche Solo-Einlagen

Nach der Pause standen vorwiegend Weihnachts- und Winterlieder auf dem Programm, welche die Band ebenfalls im Swing-Stil präsentierte. Besonders überzeugend war die Soloeinlage des Gitarristen David Coltman bei „O Tannenbaum“: Hier stellte die Band ohne Gesangssolisten ihr ganzes musikalisches Können unter Beweis. Mit bekannten Titeln wie „Let it snow“ oder „All I want for christmas is you“ zauberten die Musiker eine vorweihnachtliche Stimmung in die TSV-Halle. Das Schlussstück „Baby, it‘s cold outside“ präsentierten die Sängerin und der Sänger schließlich gemeinsam in Begleitung der Big Band und harmonierten dabei auch pantomimisch und in einem angeregten Dialog.

Die über 20-köpfige Band präsentierte sich mit Saxofonen, Trompeten, Posaunen, Schlagzeug, E-Bass, E-Gitarre, E-Piano und Percussion äußerst voluminös und harmonierte insgesamt sehr gut. Der Spendenerlös des Benefizkonzerts kommt in diesem Jahr der Jugendarbeit des Viernheimer THW-Ortsverbandes zugute.

„Diese Unterstützung soll der erste Schritt einer langen erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk sein“, erklärte Albert Hofmann. Die Zuschauer honorierten den fulminanten Auftritt der Big Band mit im Stehen dargebrachten Ovationen und traten erst nach vier Zugaben den Heimweg an.

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