Viernheim

Austausch Bürgermeister Baaß besucht Haldensleben in Sachsen-Anhalt / Beeindruckendes Konzert

Musik belebt Freundschaft

Viernheim.Eine Viernheimer Delegation hat das Abschlusskonzert der Sommer-Musikakademie in der ostdeutschen Freundesstadt Haldensleben besucht. Darüber hinaus erörterten Bürgermeister Matthias Baaß mit Ehefrau Simone, Musikschulleiter Rúnar Emilsson sowie Kultur- und Sportamtsleiter Stephan Schneider mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Haldenslebens, Sabine Wendler, Ratsmitgliedern und Vertretern des Kulturamts gesellschaftliche und verwaltungsrelevante Themen der beiden Städte.

Das Programm des Aufenthalts in Sachsen-Anhalt begann mit einem Jazz-Konzert, bei dem die Mannheimer Huggee Swing Band auf dem Gelände der „Alten Ziegelei“ im Ortsteil Hundisburg auftrat. Auch die polnische Partnerstadt Haldenslebens, Ciechanów, war mit einer Delegation vertreten, und so gab es laut einer Pressemitteilung der Stadt Viernheim „viele Gesprächsthemen im Anschluss an das Konzert“. Dabei sei es auch um die bevorstehende Begründung der Partnerschaft zwischen Viernheim und Mlawa gegangen, das nur zirka 40 Kilometer entfernt von Ciechanów liegt.

Der folgende Tag begann mit einer Floßfahrt auf der Elbe und der Erkundung des historischen Städtchens Tangermünde. Am Abend trafen sich die Delegationen mit Vertretern des neu gewählten Stadtrats von Haldensleben, der – bei nur 28 Sitzen – aus sieben verschiedenen Fraktionen besteht.

Seniorenhilfe stellt sich vor

Im weiteren Verlauf des Austauschs standen Informationsbesuche auf dem Programm. Die Seniorenhilfe stellte deren Geschäftsführer Detlef Schmahl vor. Die gemeinnützige Gesellschaft entwickelte sich zu Beginn der 90er Jahre und gestaltet seit 15 Jahren zunehmend Lebensräume und Angebote für mehrere Generationen mit dem Ziel der gegenseitigen Unterstützung im Alltag. Anschließend machte sich die Viernheimer Gruppe ein Bild von der Kreis- und Stadtbibliothek Haldensleben. Baaß lud dabei Bücherei-Leiterin Angelika Ermel nach Viernheim ein. Ein Austausch zwischen Kreis-Musikschulleiter Armin Hartwig und seinem Viernheimer Kollegen Rúnar Emilsson bildete den Abschluss des ausgiebigen Verwaltungsaustauschs.

Am Nachmittag bestand zudem Gelegenheit zu einem Arbeitstreffen mit den Haldensleber Tempelrittern, die seit Jahren das Viernheimer Stadtfest mit ihrem mittelalterlichen Lager im Apostelgarten und vielen Angeboten für Kinder bereichern.

Den Höhepunkt der Reise bildete das erste der beiden Abschlusskonzerte der 27. Sommer-Musikakademie, das im Schloss Hundisburg im gleichnamigen Ortsteil stattfand. Bei dem hochkarätigen und innovativen Musikfestival, so die Stadt, sei der Besucherrekord des vergangenen Jahres nochmals übertroffen worden. Aus rund 450 Bewerbungen waren 54 talentierte Musiker aus 20 Nationen und fünf Kontinenten eingeladen worden. Sie bildeten ein Akademie-Sinfonieorchester, das in dem traumhaften Ambiente der Schlossgebäude und Gärten zehn Tage lang engagiert arbeitete und musizierte.

Geleitet wird das Projekt der Völkerverständigung von Dirigent Johannes Klumpp, der die aufstrebenden Musiker zusammenführt. Zu hören waren Johannes Brahms’ Sinfonie Nr. 3, Franz Schuberts Ouvertüre zu „Rosamunde“, Otto Nicolais Ouvertüre zu „Die lustigen Weiber von Windsor“ sowie Richard Strauss’ Hornkonzert Nr. 2.

„Die eindrucksvolle Reise zeigte erneut, dass die freundschaftlichen Verbindungen zu Haldensleben auch nach über 27 Jahren überaus lebendig sind“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Bei der Verabschiedung bedankte sich Bürgermeister Matthias Baaß bei Astrid Seifert, Petra Huth und Edyta Zander vom Kulturamt Haldenslebens für die Vorbereitung des Besuchsprogramms.

Im Oktober wird eine Reisegruppe des Partnerschaftsvereins Haldensleben mit ihrer Vorsitzenden Bärbel Ziese die Rhein-Neckar-Region und Viernheim besuchen. red

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