Viernheim

Frühlingskonzert Starkenburg-Philharmoniker bezaubern Publikum im Bürgerhaus mit berühmten Melodien aus der „Traumfabrik Hollywood“

Musik beschreibt das grenzenlose All

Archivartikel

Viernheim.„Superman“ war als Fotomodell besonders gefragt. Berühmte Figuren aus Filmen und Musicals empfingen die Besucher schon vor dem Bürgerhaus. Sie bildeten den optischen Rahmen für das Frühlingskonzert der Starkenburg-Philharmoniker, bei dem Musik aus der „Traumfabrik Hollywood“ im Mittelpunkt stand.

Seit 15 Jahren bereichern die Auftritte des Orchesters unter der Leitung von Günther Stegmüller das kulturelle Angebot in Viernheim und der Region. Mit der Vielfalt der Konzertprogramme begeistert der Dirigent nicht nur das Publikum, sondern auch seine Musiker. Sowohl bei den Neujahrs- und Frühlings- als auch bei den Sinfoniekonzerten präsentiert Stegmüller mit Instrumental- und Gesangssolisten ständig neue Formate.

Diesmal war die Überraschung besonders groß. Bei totaler Finsternis im voll besetzten Saal des Bürgerhauses begann das Orchester, ehe die Sopranistin Sarah Cossaboon und der Tenor Antonio Rivera das Publikum mit dem Duett „Be Our Guest“ begrüßten. Es stammt aus dem Musical „Die Schöne und das Biest“ von Alan Menken. Zwei strahlende Stimmen machten auf die besondere Schönheit dieses Konzertprogramms aufmerksam.

Fetzige Komposition

Nach der Skizze „Little Mermaid“ (Kleine Meerjungfrau), ebenfalls von Alan Menken, erlebten die Musikfreunde die nächste Überraschung: Mitten in den Hollywood-Produktionen tauchte plötzlich ein Klassiker auf. Antonio Rivera sang aus „Romeo und Julia“ von Charles Gounod die Arie „Erhebe dich, Sonne“. Die beiden Gesangssolisten, die das Viernheimer Publikum schon bei früheren Konzerten ins Herz geschlossen hatte, erhielten bei allen ihren Auftritten viel Beifall.

Spätestens als „Criminals“ auf dem Programm stand, fühlten sich die Gäste mitten drin in Hollywood. Bei dieser fetzigen Komposition von Gamma Skupinsky ist jeder Musiker ein Ermittler, denn immer wieder fallen Schüsse als Taktgeber der Melodie. Auch dabei zeigte sich, wie gründlich Günther Stegmüller sein Orchester auf dieses Konzert vorbereitet hatte.

Einer der Höhepunkte war schließlich das Stück „Independence Day“ von David Arnold. Dieses musikalische Bildnis erinnert an das grenzenlose All: Weite Passagen des Lichts wechseln zu dunkler Tiefe. Alle Instrumentengruppen zeigten dabei eine wahre Meisterleistung.

Aus James Horners Komposition „Titanic“ sang Sarah Cossaboon schließlich das dramatische Bekenntnis „My Heart Will Go On“. John Williams’ „Superman“ begleitete das Publikum in die Pause, wobei die zehnjährige Geigerin Selina als jüngstes Mitglied des Orchesters vorgestellt wurde.

Eine Folge beschwingter Melodien aus dem Disney-Klassiker „Die Schöne und das Biest“ von Alan Menken eröffnete den zweiten Konzertteil. Antonio Rivera präsentierte zudem eine Arie des José aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet und brachte den Zuhörern damit erneut die Klassik in Erinnerung. Die Komposition aus der Krimiserie „Mission Impossible“ (Kobra, übernehmen Sie) war wieder eine Produktion aus Hollywood im außergewöhnlichen Fünfvierteltakt.

Mit „ I Wanna Be Loved By You“ von Herbert Stothart und Harry Ruby erinnerten die Starkenburg-Philharmoniker an Marilyn Monroe. Sarah Cossaboon und Antonio Rivera ließen das Konzert dann mit dem Duett „A Whole New World“ und dem vielsagenden Titel „Zurück in die Zukunft“ von Alan Silvestri ausklingen.

Stürmischer Beifall

Nach langem, stürmischem Beifall des Publikums für Dirigent, Orchester, Solisten und für die geistreiche und heitere Moderation von Jutta Werbelow gab es noch eine Zugabe. Sopranistin Sarah Cossaboon wiederholte den Hit „My Heart Will Go On“ aus dem Film „Titanic“. Zum Schluss kamen passend kostümierte Kinder auf die Bühne und beschenkten die Organisatoren des Frühlingskonzerts mit Blumen.

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