Viernheim

Sommerbühne Alex Auer und seine Band begeistern auf dem Rovigoplatz in der Schulstraße das Publikum

Musiker setzen ein Glanzlicht

Archivartikel

Viernheim.Die Sommerbühne begeistert weiterhin die Musikfreunde aus nah und Verne. So waren auch am vergangenen Sonntag wieder mehrere Hundert Besucher auf das Konzertgelände zwischen Goetheschule und Hallenbad gekommen, um auf dem Rovigo-Platz einen unterhaltsamen Abend zu verbringen.

Selbst das Gewittergrollen und die Niederschläge an Nachmittag konnten das Publikum nicht vom Gang in die City abschrecken. Zur Belohnung setzte Alex Auer und seine kleine Band ein weiteres Glanzlicht. Der Ausnahmegitarrist und versierte Sänger Alex Auer wird als süchtig nach Musik beschrieben. Ob virtuos, ausdrucksstark, innovativ oder einfach nur schön, er zelebriert jeden Bühnenauftritt wie kaum ein anderer und es ist ihm anzusehen und anzumerken, dass er die Musik förmlich fühlt.

Zu hören ist das ohnehin. Nachdem Auer in den vergangenen Jahren schon einige Auftritte als Solist auf der Sommerbühne absolviert hatte, gab es diesmal Unterstützung durch Schlagzeuger Boris Angst und den Bassisten Rolf Breyer. Was diese drei Vollblutmusiker aus ihren Instrumenten herausholten, war schon bemerkenswert, wurden eigene Kompositionen und bekannte Stücke doch nicht nur einfach nachgespielt. Jedes Lied bekam eine eigene Seele verpasst. Unvergleichlich auch die Verbindung verschiedener Songs, was man auf diese Art und Weise nur selten zu hören bekommt. So zum Beispiel der Phil-Collins-Klassiker „In The Air Tonight“ in einer Reggae-Version.

Auch die Freunde der Beatles kamen mit „I Want To Hold Your Hand“ aus dem Jahr 1964 und „Hey Jude“ (1968) nicht zu kurz. Auer und seine Mitspieler wechselten in Windeseile durch verschiedene Stilrichtungen und Jahrzehnte der Musikgeschichte. So mancher Zuhörer musste sich sputen, um die jeweiligen Lieder dem Originalinterpreten zuzuordnen, denn schnell war der nächste Hit an der Reihe. Zwischendurch wurden auch Kompositionen aus der Anfang Dezember erscheinenden CD von Alex Auer gespielt.

Der Gitarrist der Söhne Mannheim und von Xavier Naidoo ist musikalisch breit aufgestellt, er mag nicht nur Rock, Pop, Funk- und Soulnummern, er liebt es auch lateinamerikanische und afrikanische Rhythmen einfließen zu lassen.

Da durfte mit „Is This Love“ von Bob Marley ein echter Reggae natürlich nicht fehlen.

Und wenn er sein Instrument hinter seinem Rücken oder mit den Zähnen bearbeitet, ist der Hand zu Jimmy Hendrix unverkennbar.

Es gibt keinen festen Plan

Bei der Auswahl der Stücke lässt sich Alex Auer vom Moment und dem Publikum leiten. „Das kommt immer auf die Stimmung an, die gerade bei einem Konzert herrscht. Einen festen Plan gibt es nicht. In Viernheim ist das Konzept zweifellos aufgegangen, auch wenn er manchmal einen Blick auf seinen Spickzettel mit dem Repertoire geworfen hat. „Das war aber nur eine Erinnerungshilfe“, so Auer.

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