Viernheim

Sportgebiet West Startschuss auf der neuen Minigolfanlage / Mannheimer Sänger auf Stippvisite bei Eisenmann

Naidoo besucht „Sohnemann“

Archivartikel

Viernheim.„Is de Naidoo a do?“, fragten viele Besucher des Livekonzerts mit dem „Strassenunterhaltungsdienst“ aus Mannheim anlässlich der Eröffnung der Minigolfanlage „Zum Sohnemann“ im Viernheimer Sportgebiet West schon am Eingang. Schließlich hatten die meisten Gäste im Vorverkauf ihre Tickets erworben, in der Hoffnung, den Frontmann der Söhne Mannheims einmal aus nächster Nähe zu erleben.

Und nah genug dran war das Publikum auf der zum Konzertgelände umfunktionierten Freizeitanlage allemal. Viele hatten es also erhofft und einige vermutet. Der Mannheimer Sänger Xavier Naidoo eröffnete die Minigolfanlage „Zum Sohnemann“ zusammen mit Söhne-Mitbegründer Claus Eisenmann. Der hatte vor einigen Monaten die Sportstätte übernommen und in wochenlangen Umbauarbeiten in ein wahres Schmuckstück verwandelt. Für ein Open-Air-Konzert ist das Gelände sicher nicht optimal, versprüht aber durch seinen außergewöhnlichen Baumbestand einen gewissen Charme und sorgte für eine besondere Atmosphäre. „Isch fühl misch wie dehoam“, freute sich Eisenmann über das Ambiente, aber auch über die zahlreichen Gäste. „Der Claus ist sicher der am besten singende Minigolfplatzbesitzer Deutschlands“, sparte auch Naidoo nicht mit Lob.

Das zu einer rollenden Bühne umfunktionierte Baustellenfahrzeug konnte nach einem Einspruch aus der Nachbarschaft am Ende doch noch auf einer Wiese neben den Golfbahnen geparkt werden. Den Auftakt gestaltete der Gastgeber zusammen mit seiner Band selbst. Mit Mimi am Kontrabass, Steffen Zeimer an der Gitarre und Schlagzeuger Thomas Meliste gab es Hits wie „Halleluja“ und „Somewhere Over The Rainbow“ zu hören.

Natürlich durfte auch ein Stück von Elvis Presley, Eisenmanns großes Idol, nicht fehlen. Danach war der „Strassenunterhaltungsdienst“ gefordert, um das Publikum zu begeistern. Neben Xavier Naidoo waren von den Söhnen Mannheims noch Sänger Michael Klimas, Florian Sitzmann (Piano), der Rapper Metaphysics, Andy Bayless (Gitarre) und Disc-Jockey Billy Davis noch mit über die Landesgrenze gekommen.

Dazu sorgte der italienische Sänger Gastone aus Frankfurt für mediterrane Stimmung. „Geh’ davon aus“, „Meine Stadt“ als Hommage an Mannheim, „Volle Kraft voraus“, „Ich will nur in deiner Nähe sein“ und der Hit „Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt“, sorgten für ausgezeichnete Stimmung, textsicher sang das Publikum bei den meisten Liedern mit.

Eisenmann und Naidoo betrieben zwischen den Stücken eine lockere Konversation, erinnerten sich an die Anfänge der Söhne und erzählten auch Witze, natürlich jugendfrei. Der nicht unumstrittene Mannheimer Sänger versuchte dann allerdings, auch ein bisschen zu politisieren, was den Besuchern jedoch nicht gefiel. Hatten sie doch ihren Eintritt für ein Konzert bezahlt.

Die Zugabe lieferte Claus Eisenmann mit einer Arie aus der Puccini-Oper Turandot, für den in klassischem Gesang ausgebildeten Musiker war das eine Leichtigkeit.


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