Viernheim

Aktionstag Innenrenovierung der Apostelkirche schreitet voran / An der Marienkirche entsteht ein Ort für Bienen

Neue Heimat für Insekten

Archivartikel

Viernheim.Erst war es ein zaghaftes Klopfen, dann wurde es zu einem vielstimmigen Hämmern: Kinder und Erwachsene standen an der Südseite der Marienkirche und zimmerten Nistkästen aus Holz. Nahe dem Hauptportal gruben Kerstin Neuthinger und Dr. Frank Enger den Boden um, während Sigrid Haas und Ute Andorff behutsam Pflanzensetzlinge in die Hand nahmen. Dazwischen erklärte Erika Hofmann zwei Mädchen, wie sie am besten für die Vögel ein neues Zuhause zimmern. Dr. Christian Lerch teilte unterdessen Holz an die neu hinzugekommen Kinder aus.

Auch in der Apostelkirche wurde zur gleichen Zeit gearbeitet. An den Wänden wurden die Heizungsrohre für die neue Wandtemperierungsanlage inzwischen gänzlich verlegt. Um auch Heizungsrohre im Chorraum der Kirche verlegen zu können, musste nun viel von dem, was dort zwischengelagert wurde, zur Seite geräumt werden. Sebastian Winkenbach, Gerald Wohlfahrt, Thomas Fischer und Richard Wagner standen in Schutzanzügen da und entrümpeln hinter dem Hochaltar. Behutsam trugen sie die schweren Glastüren an einen anderen Ort, damit diese wieder verwendet werden können. Drei Eingänge wird es später in die Apostelkirche geben, und dafür werden die Türen noch gebraucht.

In der Karwoche müssen die Installation der Heizung und die Verlegung der Rohre abgeschlossen sein, denn nach Ostern wird der neue Altar in die Kirche gebracht. Die Fundamente für den Sandsteinaltar, den Ambo und den Taufbrunnen sind gelegt und ragen aus dem Boden der leergeräumten Kirche. Nach Ostern werden die Steinmetze und der beauftragte Künstler, Herr Rams, sie aufstellen. Bis zur Weihe durch den Bischof werden sie mit einer Schutzhülle umgeben.

Als Richard Wagner von der Apostelkirche zur Marienkirche herüber kam, konnte man schon deutlich erkennen, was sich der Schöpfungskreis der Pfarrei Johannes XXIII. vorgenommen hat: einen Ort an der Kirche zu schaffen, der zum einen Bienen und anderen Insekten dienen soll, zum anderen ermuntert, im eigenen Garten oder auf dem Balkon Pflanzen zu setzen, die für Bienen besonders geeignet sind.

Im April gibt es zudem einen Vortrag vom Schöpfungskreis zum Bienensterben. Hans Winkler hat ein Informationsschild erstellt, das zu den neugesetzten Pflanzen Informationen liefert. Neben der Streuobstwiese, die im vergangenen Jahr von den Messdienern an der Marienkirche angelegt wurde, soll dies nun ein weiterer Ort sein, der ein ökologisches Zeichen setzen soll.

Mit der Zeit wird das Hämmern leiser. Nicole Klauder und ihre Tochter zeigten den neu hinzugekommen Personen, wie man einen Nistkasten baut, während Christian Lerch noch einmal eine Ladung Holz verteilte. Viele Kinder und Erwachsenen hielten im Garten vor der Marienkirche stolz ihre fertigen Nistkästen in den Händen. Müde zogen auch in der Apostelkirche die Helfer ihre Schutzanzüge aus. Der Dank gilt allen ehrenamtlichen Helfern. red

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