Viernheim

Sportschützen SSV Viernheim saniert Anlage am Essigzapfen für rund 370 000 Euro / Vereinsmitglieder leisten mehr als 1000 Arbeitsstunden

Neue Schießstände mit moderner Technik entstehen

Viernheim.Seit einigen Monaten finden auf der vereinseigenen Anlage der Sportschützen umfangreiche Modernisierungsarbeiten statt. Auf dem Gelände „Am Essigzapfen“ werden die Gewehrstände über 50 und 100 Meter auf Vordermann gebracht, damit der Verein für die Zukunft gerüstet ist. „Viele kleinere Vereine in der Region sind bedroht, weil sie die Kosten für notwendige Sanierungsmaßnahmen nicht stemmen können, und kämpfen ums Überleben“, beschreibt SSV-Vorsitzender Joachim Balzer die Lage dieser traditionellen Sportart.

Die Südhessen freuen sich hingegen, dass schon bald der erste Schuss fällt auf der neuen Anlage. Außerdem konnte der Kostenrahmen von rund 370 000 Euro eingehalten werden. Die Gewehrstände waren in die Jahre gekommen, weshalb es notwendig war, die umfangreichen Modernisierungsarbeiten in die Wege zu leiten. Wegen des Umbaus musste das beliebte Jahreswechselschießen zuletzt zweimal auf den Pistolenstand verlegt und in einem anderen Modus ausgetragen werden.

Die umgestalteten Gewehrstände werden künftig höchsten Ansprüchen genügen und dürften auch Sportschützen von anderen Vereinen anlocken. Natürlich mussten zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Teil des Projekts ist eine moderne technische Anlage, die sowohl den Schützen als auch den Zuschauern sofort jeden Treffer anzeigt – und das auch im benachbarten Vereinsheim. „Möglich wird das durch die neuen Zielscheiben, die man nicht mehr über einen Seilzug heranholen muss, denn dort werden die Einschläge mittels Sensoren per Schall auf Zehntelringe genau gemessen. Da muss bei der Auswertung auch nicht lange diskutiert werden“, erklärt Balzer.

Stolz ist der Vorsitzende auch auf das Engagement der Mitglieder. Mehr als 1000 Arbeitsstunden haben sie erbracht, um den Verein bei der Modernisierung zu untestützen. Zufrieden zeigt er sich auch mit den Finanzen. „Wir können es uns nicht erlauben, dass die Ausgaben explodieren. Wir haben im Vorfeld ganz genau gerechnet, und es hat gepasst.“

Förderung durch das Land

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 370 000 Euro, wobei das Land Hessen das Projekt mit 70 000 Euro unterstützt. Hinzu kamen zahlreiche Einzelspenden.

Verzögert hat sich allerdings die Fertigstellung der laut Balzer „modernsten und besten Anlage im gesamten Umkreis“. Eigentlich sollte die Einweihung noch vor dem Ostereierschießen erfolgen, es habe aber „kleine Überraschungen“ während der Bauaktivitäten gegeben. Außerdem habe sich der Verein nach der Verfügbarkeit der ehrenamtlichen Helfer richten müssen. Dank einer modernen Flutlichtanlage kann künftig auch bei Dunkelheit geschossen werden. JR

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