Viernheim

Soziales Verein für Grundschülerbetreuung an der Friedrich-Fröbel-Schule feiert 25-jähriges Bestehen / Erste Einrichtung im Kreis Bergstraße

Nöte von Familien frühzeitig erkannt

Viernheim.. „Wir waren 1994 ziemlich allein und auf uns gestellt“, erinnert sich Astrid Pfenning. Damals schlossen sich Eltern zusammen und organisierten die Betreuung der Kinder nach Schulschluss, damit Väter und Mütter arbeiten gehen können. Daraus ist der Verein für Grundschülerbetreuung und die Kindergruppe in der Friedrich-Fröbel-Schule (FFS) entstanden, die jetzt ihr 25-jähriges Bestehen mit einer kleinen Feierstunde begingen.

„Sie haben sich getraut, den Bedarf an Betreuungsplätzen auch anzumelden“, bezeichnet Bürgermeister Matthias Baaß die Mütter als Trendsetterinnen im Kreis – schließlich sei die Betreuung in der FFS die erste im gesamten Kreisgebiet gewesen. Das bestätigt der Kreisbeigeordnete Philipp-Otto Vock: „In anderen Schulen kam das Betreuungsthema erst viele Jahre später auf.“ Ihm imponiere der Einsatz, damals wie heute ehrenamtlich diese Betreuung zu organisieren.

Auch Heinz Klee lobt die Eltern-Initiative: „Sie haben die Nöte der jungen Mütter erkannt, lange bevor sich staatliche Institutionen mit dem Thema beschäftigt haben“, zitiert Pfenning aus einem Gratulationsschreiben des ehemaligen Rektors.

Heinz Klee unterstützte die Idee und stellte 1994 einen Raum in der Schule zur Verfügung – die Nachmittagsbetreuung konnte starten. „Es waren am Anfang sieben Kinder“, berichtet Astrid Pfenning. Sie gründete als Initiatorin den Verein und ist bis heute die Vorsitzende. „Sie waren damals eine Vorreiterin, und so erlebe ich Sie heute noch“, bedankt sich Schulleiter Markus Taube ebenso bei der Mitarbeiterin, die von Anfang an dabei ist. Carola Humpe leitete über 20 Jahre die Kindergruppe und hat inzwischen eine andere Aufgabe im Ganztagsangebot übernommen. In 25 Jahren haben sich die Voraussetzungen und die Anforderungen an Schulbetreuung nämlich verändert. Zudem hatte der Verein 2003 zusätzlich die Betreuung „Siebenstein“ in der Goetheschule übernommen. Und inzwischen sind in der FFS fast 140 Kinder in der Betreuung. „Es hat uns in den vergangenen fünf Jahren enorm beschäftigt, den Pakt für den Nachmittag umzusetzen“, erzählt Astrid Pfenning von einer Erweiterung des Angebots und stärkeren Vernetzungen.

Geschenke gibt es beim 25. Geburtstag nicht nur für die Gründerinnen, die Vorstandsmitglieder und die Mitarbeiter, sondern auch für die Betreuungskinder. Die Mädchen und Jungen der Kindergruppe werden eine Stunde lang verzaubert, die Zauberer Uwe Bergmeier und Joachim Bell verblüffen die Kinder mit ihren Tricks. su

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