Viernheim

Objektive Verbrechen

Schon von weitem ist der Schriftzug am Polizeigebäude zu lesen. Die Verantwortlichen erhoffen sich von dem neuen Standort auch eine Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bürger.

Dass es dieser Verbesserung bedarf, hat mit einer Entscheidung vor mehr als zwölf Jahren zu tun. 2007 wurden die Polizeistationen in Lampertheim zusammengelegt. Seitdem sind die Beamten in Viernheim nicht mehr rund um die Uhr als Ansprechpartner präsent.

Nach dem Wunsch des Polizeipräsidenten soll die Dezentrale Ermittlungsgruppe von den Bürgern als „die Polizei“ in Viernheim angesehen werden. Zudem gibt es seit einiger Zeit zwei sogenannte „Schutzleute vor Ort“.

Sollte diese Konstellation das subjektive Empfinden der Bürger verbessern, ist das zu begrüßen. Kriminalität existiert aber auch ganz objektiv.

Die gute Autobahnanbindung lockt Einbrecher an, im Rhein-Neckar-Zentrum bleibt die Zahl der Ladendiebstähle hoch, auch Fahrraddiebstähle sind ein Problem. Die Aufklärungsquote ist in jüngster Vergangenheit zwar gestiegen und die Zahl der Straftaten ist eher rückläufig.

Eine eigenständige Polizeistation würde aber sowohl das subjektive Empfinden der Bürger verbessern als auch objektiv die Zahl der Verbrechen verringern. Kriminelle lassen sich nämlich nicht von einem schönen Schriftzug abschrecken.

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