Viernheim

Hospizverein Zahl der Anfragen während Corona-Krise gesunken

Oft fehlt der persönliche Kontakt

Viernheim.Die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise erschweren auch die Arbeit des Hospizvereins. In einer Pressemitteilung berichten die Koordinatorinnen Sabine Engelmann und Claudia Möller, dass das Unterstützen von schwerstkranken Menschen und deren Angehörigen in den vergangenen Wochen „nicht immer im direkten Kontakt“ möglich war. „Wir haben auf E-Mails, Video-Telefonie oder die gute alte Postkarte zurückgegriffen.“

Begleitet sterben

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sei die Zahl der Anfragen nach hospizlicher Begleitung und Unterstützung sehr zurückgegangen. „Das bereitet uns Sorge“, so die Koordinatorinnen. Die aktuelle Situation stehe im Gegensatz zur Grundüberzeugung der Hospizbewegung, die sich darum bemüht, dass niemand alleine, sondern von Mitmenschen begleitet stirbt.

„Auch unsere Ehrenamtlichen wünschen sich, die Betroffenen wieder direkt begleiten zu können, sei es im eigenen Zuhause, aber auch im Krankenhaus, im Pflegeheim und auch im stationären Hospiz“, so Engelmann und Möller. Entsprechende Hygienekonzepte seien notwendig, um einer Vereinsamung und Isolation der Betroffenen entgegenwirken zu können. red

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