Viernheim

Marienkirche Bistum Mainz äußert sich zu Umnutzung

„Ohne Denkverbote angehen“

Archivartikel

Viernheim.Zu den Überlegungen des katholischen Pastoralteams, in der Marienkirche eine Kindertagesstätte einzurichten, liegt nun eine Erklärung der Mainzer Bistumsverwaltung vor. Wie ein Pressesprecher auf Anfrage mitteilte, ist das Bischöfliche Ordinariat in die Überlegungen eingebunden: „Entscheidungen oder Vorfestlegungen sind bislang nicht getroffen worden. Sicherlich wird sich erst im Laufe des Jahres 2020 in den Gremien entscheiden, ob diese Überlegungen realisierbar sind. Für eine wirkliche Neuausrichtung der Seelsorge ist es jedenfalls notwendig, mögliche Veränderungen ohne Denkverbote anzugehen.“

Dem „Südhessen Morgen“ hatte die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats von Johannes XXIII. Ursula Scheidel berichtet, dass die Verantwortlichen in Viernheim wegen einer möglichen Umnutzung der Marienkirche schon mit der Stadt gesprochen haben. Die entsprechenden Überlegungen begründete Scheidel damit, dass angesichts sinkender Zahlen von Kirchenmitgliedern über die zukünftige Verwendung von Gebäuden nachgedacht werden müsse. Es sei aber noch nichts entschieden. Im kommenden Jahr soll sich unter anderem der Pfarrgemeinderat mit dem Thema befassen. Inzwischen erreichte die Redaktion ein Leserbrief von fünf Gemeindemitgliedern, die sich über das Vorgehen des Pastoralteams und die fehlende Einbindung der Öffentlichkeit empören (siehe: „Wem gehört die Marienkirche?“). Auf Nachfrage wollten sich die Autoren über den Inhalt des eingesandten Textes hinaus aber nicht äußern. fhm

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