Viernheim

Gastronomie Almaz Hagos bietet im Restaurant „Mesobna“ Spezialitäten aus Eritrea an / Formation Mile Novisi präsentiert Trommelshow bei der Eröffnung

Ostafrikanische Kunst schmückt frühere Weinstube

Viernheim.Gerichte aus aller Herren Länder werden in den zahlreichen Gaststätten Viernheims angeboten. Mit dem Restaurant „Mesobna“ wächst die internationale Küche nun weiter. In den Räumen der ehemaligen Weinstube „Zum Küfer“ an der Ecke Ludwigstraße/Lorscher Straße stehen ostafrikanische Spezialitäten auf der Speisekarte.

Mit dem Restaurant hat sich Almaz Hagos, die aus ihrer Heimat Eritrea nach Viernheim geflüchtet ist, einen Traum erfüllt. „Es war nicht einfach, hier ein passendes Lokal zu finden und die Genehmigungen zu erhalten. Ich konnte mich aber auf die Unterstützung von vielen Seiten verlassen und bekomme auch heute noch Hilfe“, sagte die Inhaberin bei der Eröffnung am Samstag.

Interkulturelle Vermittlerin

Almaz Hagos ist seit einiger Zeit beim Lernmobil-Projekt PfiVV als interkulturelle Vermittlerin tätig. Beim Sprung in die Selbstständigkeit bekam sie Unterstützung von der städtischen Wirtschaftsförderung. Gut besucht war schon die Eröffnung der Gaststätte. Neben einer Trommelshow warteten vielfältige Speisen auf die Gäste. „Das ist ganz schön scharf, schmeckt allerdings auch hervorragend“, bemerkte Matthias Baaß, der das Buffet eröffnen durfte. Der Bürgermeister lobte Almaz Hagos für ihren Wagemut und wünschte gute Geschäfte in der „afrikanischen Weinstube“. Damit spielte er auf die neu gestalteten Räumlichkeiten an, in denen sich die Traditionen der Küferei sowie Eritreas und Äthiopiens bestens ergänzen. An den Wänden hängen ostafrikanische Kunstwerke neben typischen Winzerutensilien.

Unter den Gästen waren Vertreter des Vereins Lernmobil, der Helping Hands vom Integrationsprojekt „Ich bin ein Viernheimer“ und weiteren Organisationen. Almaz Hagos war sichtlich überrascht über den Andrang, nahm sich dann aber für jeden einzelnen Gast Zeit. Sie wagte sogar ein Tänzchen, als die Formation Mile Novisi aus Heidelberg ihre Trommelshow präsentierte.

Künftig wird die Chefin vornehmlich in der Küche zu finden sein. „Das Kochen habe ich von meiner Mutter gelernt. Deshalb wird es hier nur typisch ostafrikanische Hausmannskost geben“, teilte sie mit. Die Küche Eritreas ist aufgrund der langen gemeinsamen Geschichte verwandt mit der Küche Äthiopiens. Grundnahrungsmittel ist Kitcha, ein sehr dünnes, knuspriges Fladenbrot aus Weizen, und Injera, ein luftiges, schwammartiges Fladenbrot, hergestellt aus Sauerteig und Teffmehl. Das typische Gericht heißt Zigni. Der Eintopf aus Tomaten, Fleisch und Gemüse wird scharf gewürzt mit Berbere, einer Paste aus Chilischoten und anderen Gewürzen.

Gegessen wird meist an einem niedrigen Tisch mit den Fingern der rechten Hand. Zum Essen bricht sich der Gast ein Stück Fladenbrot ab und nimmt damit den Eintopf auf. Im „Mesobna“ kann man aber auch Messer und Gabel benutzen. JR

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