Viernheim

Triathlon I Mit Rollstühlen, Gehhilfen, Handbikes und Tandems unterwegs / Lena Dieter verteidigt ihren deutschen Meistertitel

Para-Sportler verdienen sich Respekt

Archivartikel

Viernheim.Genau 24 Stunden vor dem Hauptwettkampf ertönte der erste Startschuss beim Viernheimer V-Card-Triathlon-Wochenende. Der Samstag bot allerdings nicht so optimales Triathlonwetter wie der Sonntag. Die ersten Wettkämpfe wurden im Regen ausgetragen, und als es am Nachmittag erst danach aussah, als würde sich die Sonne länger blicken lassen, ging plötzlich der Platzregen mit Hagel, Blitz und Donner los. Wegen des Gewitters musste der Wettkampf sogar kurzzeitig unterbrochen werden. Glücklicherweise beruhigte sich das Wetter wieder, so dass alle Athleten ihr Rennen meistern konnten. Gleich in der ersten Startgruppe waren die Paratriathleten vertreten, die zu den deutschen Meisterschaften im Super-Sprint angetreten waren.

Zehn Athleten, die je nach Handicap in unterschiedliche Wertungsklassen geführt werden, machten sich zuerst auf die 400-Meter-Schwimmdistanz.

Rundkurs ins Stadion

Nach dem Schwimmen geht es mit Rollstuhl, mit Gehhilfe oder eben zu Fuß in die Wechselzone im Freibad. Dort stehen die Handbikes (mit Handpedalen), die Rennräder und Tandems für die Athleten, die nach zehn Kilometern auf dem Rundkurs ins Stadion einbiegen.

Mit Laufschuhen, Prothesen oder dem Rennrolli geht es auf den letzten Teilabschnitt, und nach 2,5 Kilometern können sie die Para-Triathleten als Sieger feiern lassen. Die Viernheimerin Lena Dieter konnte ihren deutschen Meistertitel souverän verteidigen und landete zum sechsten Mal in Folge auf dem ersten Platz. Dabei musste die sehbehinderte Athletin mit einer neuen Pilotin antreten, statt ihres etatmäßigen Guides Lena Kämmerer sprang diesmal Delphine Halberstadt aus dem Bundesligateam des TSV Amicitia als Begleitung ein. Ebenfalls am Vormittag wurde der Fitnesstriathlon ausgetragen, 65 Damen und 126 Herren wurden in der Einzelwertung erfasst.

Siegerin des Fitnesstriathlons war Nicole Emsinger (1:13:49 Stunden), bei den Herren gewann Daniel Ensink (1:03:17 Stunden). In der Wertung der 13 Staffeln belegten drei jungen Viernheimerinnen den dritten Platz: Das Team „2fast4you“ mit Anna Lensker, Nina Heidemann und Katharina Stumpf brauchten 1:11:52 Stunden und mussten sich nur zwei anderen Staffeln geschlagen geben. Am Nachmittag gehörten Schwimmbad, Radstrecke und Laufkurs ganz den Schülern und Junioren. 187 Nachwuchssportler kamen ins Ziel, vor allem die vielen Viernheimer gaben bei „ihrem“ Wettkampf richtig Gas.

Podiumsplätze gesammelt

Denn diesmal war nicht nur die Tageswertung interessant – schließlich wurden ja die hessischen Meister in den jeweiligen Altersklassen. Und dabei sammelten die TSV-Amicitia-Athleten viele Podiumsplätze. Gleich bei den Jüngsten, bei den Schülern C, wurde laut gejubelt. Kallum Cambell kam als dritter Junge ins Ziel, holte sich damit aber den hessischen Meistertitel. Tabea Bannert verpasste bei den Schülerinnen B erst als Vierte das Treppchen, bekam aber die Bronzemedaille der hessischen Meister. Genauso erging es Caera Campbell bei den Schülerinnen A, die erst als Vierte und dann als Dritte ausgezeichnet wurde.

In der Jugend B kam Dennis Kaunerth als Dritter ins Ziel. Nichts zu rütteln gab es an Tagessieg und hessischem Meistertitel für Raja Neumann, die die Konkurrenz klar vor Vereinskameradin Annika Leineweber gewann. Genauso souverän setze sich Jan Werner bei der Jugend A durch und feierte zwei erste Plätze.

Benedict Schnitzler rutschte noch auf Rang drei der Hessen-Wertung. Gina-Marie Jukic wurde jeweils Zweite.

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