Viernheim

Ausschuss I Erweiterungen von Lammschlachterei diskutiert

Plan soll zukunftsfähig sein

Viernheim.Bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses stellte Jacqueline Schnurpfeil von der MVV Regioplan das Bau- und Nutzungskonzept für das Gelände der Lammschlachterei Baumann vor. Bereits vor ein paar Monaten hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die Aufstellung eines Bebauungsplans und die Änderung eines Flächennutzungsplans einzuleiten. Die Lammschlachterei, die im Norden der Gemarkung Viernheim angesiedelt ist, plant, Räume für den Schlachtbetrieb, Sozialräume sowie Einrichtungen zum Verpacken und Verladen umzubauen.

Zudem soll der Pariser Weg, über den das Gelände erschlossen wird, für den Lkw-Verkehr verbreitert werden. Schnurpfeil empfahl, in den Bebauungsplan auch Punkte aufzunehmen, die über diese konkreten Vorhaben hinausgehen. „Ein Bebauungsplan sollte zukunftsfähig sein, damit er nicht in ein paar Jahren wieder geändert werden muss“. So soll dem Betrieb die Möglichkeit gegeben werden, weitere Gebäude anzubauen und unter anderem Büros, Wohnungen und einen größeren Hofladen einzurichten. Manfred Winkenbach (Grüne) forderte, sicherzustellen, dass die Stadt keine Kosten für den Ausbau des Pariser Weges übernimmt. Außerdem solle nicht zu viel zusätzliche Fläche versiegelt werden.

Klaus Quarz (SPD) pochte darauf, dass die mögliche Wohnfläche von 1300 Quadratmetern ausschließlich für Betriebsangehörige genutzt wird. Petra Wagner vom Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung erklärte, dass der Ausbau des Weges in einem Vertrag genau geregelt werde. Bebauung und Nutzung der Fläche ließen sich sehr detailliert im Bebauungsplan festschreiben. Die Stadtverordneten sprachen sich einstimmig dafür aus, die aktuellen Entwürfe als Grundlage für die Beteiligung der Bürger und der Öffentlichkeit anzunehmen.

Ebenso sprachen sie sich dafür aus, einen Bebauungsplan für einen Wertstoffhof aufzustellen. Die Kompostieranlage mit Kleinmüllsammelstelle auf einem Teilgebiet der ehemaligen Deponie soll zu einem Wertstoffhof erweitert werden. Winkenbach macht sich Sorgen, dass verunreinigtes Wasser nicht richtig abfließen und das Grundwasser verunreinigen könnte. Laut Wagner gebe es jedoch jährliche Kontrollen des Landratsamts, bei denen nichts Negatives festgestellt worden sei. Das Wasser werde gezielt in Rinnen abgeleitet.

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