Viernheim

Kriminalität Täter gelangen über Terrassentür in Lokal

Polizei untersucht Einbrüche in Viernheim

Viernheim.Die Serie von Einbrüchen in der Stadt hält an. Nun sind bislang unbekannte Täter in eine Gaststätte in der Schwetzinger Straße eingedrungen. In der Nacht zum Samstag haben sie eine Terrassentür aufgebrochen, wie die Beamten gestern mitteilten. Im Gastraum seien mehrere Schubladen durchsucht worden, die Täter hätten aber offenbar keine Beute gemacht. Die Ermittler suchen nach Zeugen, die Hinweise geben können. Sie sollen sich unter der Telefonnummer 06206/94 400 melden. Mehrmals hat die Polizei in den vergangenen Wochen derartige Zeugenaufrufe gestartet. Erst in der vergangenen Woche waren Unbekannte in ein Lokal in der Mannheimer Straße eingebrochen, wo sie Kleingeld erbeuteten. Ebenfalls nur Münzen fanden die Täter, die bei einem Friseursalon in der Weinheimer Straße eingestiegen waren. Der angerichtete Schaden übersteigt die Beute deutlich.

Beamte überprüfen Spuren

Insgesamt zwölf Mal informierte die Dienststelle die Öffentlichkeit im laufenden Jahr über Einbruchstaten und -versuche an Gebäuden in Viernheim. Laut Christiane Kobus vom Polizeipräsidium Südhessen lässt sich bisher aber keine ungewöhnliche Häufung von Einbrüchen erkennen. Bei ähnlichen Mustern prüfe die Polizei, ob ein Zusammenhang zwischen den Fällen bestehe. Ob bei den jüngsten Viernheimer Fällen ein Zusammenhang gefunden wurde, gibt die Polizei nicht bekannt. „Man schaut auf die beim Einbruch entstandenen Werkzeugspuren an Fenstern oder Türen“, sagt Kobus. Auch das Beutemuster könne einen Serientäter verraten.

Ob ein Einbruch letztlich aufgeklärt werde, „hängt von der Spurenlage ab“, wie Kobus sagt. Die Polizei sichere die Spuren von Fingerabdrücken und, falls vorhanden, auch andere Hinterlassenschaften. Oft genug fänden die Ermittler eine Blutspur, wenn ein Täter ein Fenster einschlägt. Dann wird der Einbruch zum Fall fürs Labor. Nicht nur die Methoden der Polizisten haben sich über die Zeit gewandelt, sondern auch die der Täter. Heute gelte: „Der typische Einbrecher ist nicht mehr der örtliche Einbrecher.“ Kriminelle seien sehr mobil und operierten über Grenzen hinweg.

Die innereuropäische Öffnung durch das Schengener Abkommen schaffe neben den Annehmlichkeiten für die Bürger auch die Gelegenheit zu internationalen Beutezügen von Einbrecherbanden. „Das macht die Arbeit der Polizei nicht einfacher“, betont Kobus. gna

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