Viernheim

Fastnacht Club der Gemütlichen feiert Ordensfest mit 28 Abordnungen / Elferrat Wolfgang Mühlhäuser erhält besondere Auszeichnung

Prinzessinnen erweisen sich die Ehre

Viernheim.Ein Funkenmariechen im Spagat vor einer großen 66, darüber das Stadtwappen, das Vereinswappen und das Bild von Prinzessin Melanie I. von Feuer und Flamme: So sieht der Jahresorden 2019/20 des Clubs der Gemütlichen (CdG) aus.

Den Orden widmen die Fastnachter dem närrischen Jubiläum ihrer Garden – seit sechsmal elf Jahren begeistern die Tänzer in den meist blau-weißen Uniformen das närrische Publikum. Auch die aktuelle Prinzessin Melanie I. hat Tanzerfahrung, begann 1992 in der Minigarde. Das Ordensfest ist nach der Inthronisation die zweite große Veranstaltung der Kampagne – und an dem einen Abend darf die Regentin gleich dutzendfach ihre Orden verteilen.

„Fastnacht funktioniert nur, wenn es viele helfende Hände im Hintergrund gibt“, spricht CdG-Präsident Detlef Gläser wahrscheinlich für alle Vereine – deshalb bekommen beim CdG nicht nur die närrischen Gäste, sondern auch einige Helfer und Unterstützer der „Gemütlichen“ den Jahresorden. Eine besondere Ehre erfährt Elferrat Wolfgang Mühlhäuser, der mit der Goldenen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet wird.

Zum Ordensfest finden 28 närrische Abordnungen den Weg ins CdG-Vereinsheim, wo Claus Schäfer den Abend musikalisch umrahmt. Nacheinander werden die Vereine wie die „Spargelstecher“, die „Mondglotzer“ oder die „Schlappmäuler“ auf die Bühne gerufen, um dem CdG die Ehre zu erweisen. Die Stadtprinzessin von Mannheim macht den Anfang – „Maren-Michelle I. aus dem Hause der VR Bank“ bekommt den ersten Orden des Abends und hängt gleichzeitig Melanie I. ihr Abzeichen um den Hals. Auch die Stadtprinzessin aus Ludwigshafen, Lisa I., ist mit der Stadtgarde über den Rhein gekommen. Die Lieblichkeiten, meist in großen Roben, wünschen ihrer CdG-Kollegin eine unvergessliche Zeit als Regentin und verkünden den Narren ihr jeweiliges närrisches Jahresmotto. Sogar ein Prinz ist bei den gekrönten Narrenhäuptern dabei, für die „Wasserhinkle“ aus Altrip grüßt Fabio I. das Publikum. Wie die Prinzessinnen trägt er sich in die großen Erinnerungsalben ein, wo sich die Tollitäten mit Foto, Autogramm und guten Wünschen verewigen.

Die meisten Vereine bringen zum Besuch bei den „Gemütlichen“ auch ihre Orden mit – und wenn Gegenbesuche zum Ordensfest anstehen, haben sie Präsente für Prinzessin und Elferrat dabei. Das sind nicht nur Blümchen, Süßes oder Flüssiges, sondern auch eine gebackene Burg der „Glücksritter“ oder ein plüschiger Teufel von den „Schlabbdewel“. Deren Sitzungspräsident Mathias Baier sorgt für den Lacher des Abends: Um auf Augenhöhe mit CdG-Prinzessin Melanie I. zu kommen, muss er auf eine Getränkekiste steigen. Traditionell ist die letzte Abordnung die größte: Prinzessin Viktoria I. von den Großen Drei hat den kompletten Elferrat dabei. Zu ordentlichen Menschen gemacht, läuten die Viernheimer Vereine gemeinsam den närrischen Schlussakkord ein, mit dem Lied „Prinzessin, du allein“. su

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