Viernheim

Fastnacht Empfang für Prinzessin Viktoria I. von den Großen Drei / Bürgermeister Matthias Baaß erledigt Aufgaben / Quizfragen statt Bier

Ratssaal verwandelt sich in Sporthalle

Archivartikel

Viernheim.„Das ist doch mal ein sportliches Bild einer Bewegungslandschaft“, findet Bürgermeister Matthias Baaß. Beim traditionellen Empfang der Stadt Viernheim für Prinzessin Viktoria I. testen die Großen Drei die Brauchbarkeit des Ratssaals als alternative Sporthalle.

Die Große-Drei-Prinzessin und der Kreisbeigeordnete Karsten Krug spielen „Klick Klack“ und versuchen, den zuvor hochgeschnipsten Ball wieder mit dem Trichter aufzufangen. Präsident Tim Peterl misst sich mit seinem Elferrat beim Golf und locht Bälle ein. Die anderen Elferräte machen Gymnastik mit dem Orchester von Musik hoch drei, übernehmen das Ballspielen mit den jüngsten Narren oder bringen viele bunte Luftballons in die närrische Menge.

Die Bewegungslandschaft im Ratssaal ist aber nur ein Teil der Aufgaben, die sich Fastnachter und Stadtspitze gegenseitig stellen und damit für lustige Momente im Ratssaal sorgen. Die Prinzessin kommt diesmal in einer Kutsche am Rathaus vorgefahren. Die Sportschützen empfangen die „Großen Drei“ mit Salutschüssen und Bürgermeister Matthias Baaß begrüßt Viktoria I. und ihr Gefolge, zu dem neben dem Elferrat auch die Ehrengarde und die Red Maries gehören.

„Lieber voll als leer“, meint Baaß zu den vielen närrischen Gästen im Ratssaal. Große-Drei-Präsident Tim Peterl pflichtet ihm spontan bei: „Passt ja zu uns…“ Als Erster Sekretär der Stadtprinzessin bedient sich Matthias Baaß auch gleich der Dienste des Große-Drei-Elferrats, um die Paragrafen umzusetzen, die Melanie I. von Feuer und Flamme beim CdG-Empfang verkündet hatte. So sollen die Großen Drei den Verkehr in der Karl-Marx-Straße regeln, wo die Ampel an der Kreuzung am Bahnübergang ausgefallen ist. Anregung liefern zwei Videos über tanzende US-Verkehrspolizisten und die korrekten Zeichen.

Die Elferräte spielen anschließend die Autos an einer Kreuzung, Elias Lauzi regelt mit der Polizeikelle vorbildlich, wer stoppen muss und wer „fahren“ darf – selbst als mit „CdG-Autos“ ein erhöhtes Verkehrsaufkommen herrscht. Ganz ohne Autos geht die nächste Aufgabe – Vizepräsident Carlo Brandmüller schafft es, mit dem Lastenfahrrad durch den engen Saal zu kurven, auch mit Elferrat Niklas Stecher oder mehreren Kisten Sekt meistert er den Parcours. „Eine Woche später habe ich schon drei Paragrafen umgesetzt“, freut sich Matthias Baaß nach der sportlichen Einlage über die gelungene Mitwirkung der Großen Drei.

Die Fastnachter haben ihrerseits eine Aufgabe für den Bürgermeister. Der wundert sich, als ein Tisch aufgeklappt wird und darauf Becher gestellt werden – eigentlich zum Bier-Pong-Spielen. Peterl erklärt die spezielle Rathaus-Version, in der das Bier durch Quizfragen ersetzt wird. In das „Team Stadt“ kommt neben dem Bürgermeister auch Jana Gläser, nicht in ihrer Funktion als Ex-Prinzessin des CdG, sondern als Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Das „Team Fastnacht“ bilden CdG-Präsident Detlef Gläser und CdG-Elferrat Steffen Koob.

Nach mehreren vergeblichen Versuchen, einen kleinen Zelluloidball in die Becher auf der anderen Tischseite zu werfen, landet Detlef Gläser den ersten Treffer. Der Bürgermeister hat auf die offene Frage, wann der Berliner Flughafen fertig sein werde, die passende närrische Antwort: „In elf Jahren!“ Das „Team Fastnacht“ punktet mit Wissen um politische Parteien und die Einwohnerzahl Viernheims, das „Team Stadt“ kann sofort drei Straßen nennen, in denen man 50 Stundenkilometer fahren darf oder weiß, dass es die „Red Maries“ schon seit 25 Jahren gibt. Dafür gibt es den Jahresorden von Viktoria I. für das Stadtoberhaupt. Die Prinzessin verkündet ihre närrischen Paragrafen (siehe Seite 8) und der Bürgermeister verspricht, in Anlehnung an Paragraf elf: „Wir arbeiten am närrischen Gesetzbuch“.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional